Doktorarbeit: Incommensurability and Scientific Realism

Incommensurability and Scientific Realism

A Novel Defense of Scientific Realism from the Point of View of Metatheoretical Structuralism

BOETHIANA – Forschungsergebnisse zur Philosophie, Band 167

Hamburg 2020, 200 Seiten
ISBN 978-3-339-11964-3 (Print), ISBN 978-3-339-11965-0 (eBook)

Annäherung an die Wahrheit, Bedeutungsänderung, Inkommensurabilität, Korrespondenz, Metatheoretischer Strukturalismus, Philosophie, Reduktion, Strukturelle Kontinuität, Struktureller Realismus, Theoriewandel, Thomas S. Kuhn, Wissenschaftlicher Fortschritt, Wissenschaftlicher Realismus, Wissenschaftstheorie

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Der wissenschaftliche Realismus und die Inkommensurabilitätsthese stellen zwei völlig entgegengesetzte erkenntnistheoretische und metaphysische Positionen in Bezug auf wissenschaftliche Theorien und den Theoriewandel dar. Omar Rodríguez verteidigt die realistische Position unter Verwendung des Begriffsapparats und der Methodik des metatheoretischen Strukturalismus.

Diese Arbeit stellt einen originellen Beitrag zur Wissenschaftstheorie dar, da sich Strukturalisten bisher kaum mit der möglichen Verbindung zwischen wissenschaftlichem Realismus und metatheoretischem Strukturalismus befasst haben. Die Vertreter der Inkommensurabilität argumentieren, dass aufgrund der Bedeutungsänderung wissenschaftlicher Termini weder eine Korrespondenz zwischen der Sprache von Theorien und der empirischen Realität noch eine intertheoretische Reduktion möglich ist. Wenn aber wissenschaftliche Theorien als Strukturen betrachtet werden, so kann nach Omar Rodríguez’ Gedankengang die Argumentation der Inkommensurabilisten gegen die Korrespondenz widerlegt werden. Dies liegt daran, dass die logische mathematische Struktur der Theorien während der Theorieentwicklung dieselbe bleibt. Darüber hinaus kann die intertheoretische Approximation als eine Annäherung an die Wahrheit angesehen werden. In Bezug auf die Reduktion argumentiert der Autor, dass eine intertheoretische Reduktion möglich ist, sofern die logischen Strukturen der Theorien übersetzt werden können. Omar Rodríguez skizziert nicht nur eine Verteidigung des wissenschaftlichen Realismus, die den in der Inkommensurabilitätsthese angesprochenen Punkten entgegenwirkt, sondern er bietet auch eine neuartige alternative Version sowohl des klassischen wissenschaftlichen Realismus als auch des strukturellen Realismus an.

Jeder Gelehrte, der eine völlig andere Perspektive zum Thema wissenschaftlicher Realismus sucht, sollte über den in diesem Buch vorgestellten Ansatz nachdenken.

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