Forschungsarbeit: Die Strafbarkeit des Dopings in historischer und dogmatischer Perspektive

Die Strafbarkeit des Dopings in historischer und dogmatischer Perspektive

Studien zur Rechtswissenschaft, Band 441

Hamburg 2020, 96 Seiten
ISBN 978-3-339-11464-8 (Print), ISBN 978-3-339-11465-5 (eBook)

AMG, Anti-Doping-Gesetz, AntiDopG, Arzneimittelgesetz, Betrug, Doping, Medizinrecht, Rechtsgeschichte, Sport, Sportbetrug, Sportrecht, StGB, Strafbarkeit, Strafrecht, Strafrechtsgeschichte

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Der Begriff Doping ist in der medialen Landschaft der heutigen Zeit spätestens seit diversen Vorfällen im Profiradsport Ende der 1990er Jahre allgegenwärtig. In den letzten Jahren und Jahrzehnten wurden zahlreiche Dopingfälle publik. Dabei sind die Hintergründe des Bekanntwerdens unterschiedlicher Natur: Manche Athleten werden kurze Zeit nach der Einnahme überführt, andere erst nach Jahren und wiederum andere legen nach Beendigung der aktiven Karriere ein Geständnis ab.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte wandelte sich die Einstellung des Gesetzgebers zur Sanktionierung des Dopings im Sport, so dass man diesbezüglich von einem Paradigmenwandel sprechen kann. Mit der Einführung des Gesetzes zur Bekämpfung von Doping im Sport (AntiDopG) am 18. Dezember 2015 wurde eine fast zwei Dekaden andauernde Ära von Gesetzesänderungen und intensiven Diskussionen im Hinblick auf die Strafbarkeit von Doping zum Abschluss gebracht. In den Jahrzehnten zuvor hatte sich gezeigt, dass die Mechanismen des organisierten Sports nicht ausreichten, um effektiv gegen Doping im Sport vorzugehen.

Im vorliegenden Werk wird der Fokus auf die Strafbarkeit des Dopings in Deutschland sowohl in historischer als auch in dogmatischer Perspektive gelegt. Zunächst wird die historische Entwicklung der Dopingbekämpfung skizziert. Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf dem Zeitraum ab der ersten Dopingdefinition des Europarats 1963 bis hin zur jüngsten Vergangenheit. Zudem stellt der Verfasser unterschiedliche Versuche zur Definition von Doping vor. Im Anschluss wird die Entwicklung der Strafbarkeit des Dopings im Nebenstrafrecht vorgestellt. Der Autor beginnt dabei mit der Reform des AMG im Jahre 1998 und stellt die nachfolgenden Gesetzesänderungen bis zur Einführung des AntiDopG vor. Die Strafvorschriften des AntiDopG werden im Einzelnen vorgestellt. Darüber hinaus wird auch die Strafbarkeit des Dopings nach dem StGB untersucht, wobei der Verfasser sowohl Körperverletzungs- und Tötungsdelikte als auch Vermögens- und Wettbewerbsdelikte unter die Lupe nimmt. Die Abhandlung schließt mit einem prägnanten Fazit und dem Versuch eines Ausblicks in die Zukunft.



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