Forschungsarbeit: Kontemplative Praktiken: Achtsamkeit und Meditation im Kontext von Kindheit und Adoleszenz

Kontemplative Praktiken: Achtsamkeit und Meditation im Kontext von Kindheit und Adoleszenz

Studien zur Kindheits- und Jugendforschung, Band 70

Hamburg 2019, 108 Seiten
ISBN 978-3-339-10510-3

Aufmerksamkeitsstörung, Autogenes Training, Entspannungsverfahren, Erziehungswissenschaft, Konzentrationsprobleme, Pädagogik, Progressive Muskelentspannung, Psychische Belastung, Psychohygiene, Psychologie, Selbstfürsorge, Stressreduktion, Transzendentale Meditation

Zum Inhalt

Können Kinder und Jugendlichen durch das regelmäßige Einüben bestimmter Entspannungsverfahren dabei unterstützt werden, mit den wachsenden Herausforderungen des schulischen sowie privaten Alltagslebens besser umzugehen? Können Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Achtsamkeits-Meditation oder Yoga einen positiven Beitrag zur kindlichen und jugendlichen Entwicklung leisten? Und was ist das Besondere daran, mit Kindern und Jugendlichen zu meditieren? Ist Meditation mit Kindern und/oder Jugendlichen überhaupt möglich? Und wenn ja, ab welcher Altersgruppe, unter welchen Rahmenbedingungen und nach welcher Methode überhaupt?

Der Verfasser geht davon aus, dass die Lebensphasen der Kindheit und Adoleszenz gegenwärtig zunehmend von außerordentlichen psycho-sozialen Belastungen geprägt sind. Aus diesem Umstand resultieren häufig Symptome wie Stress, Konzentrationsschwierigkeiten, Aufmerksamkeitsstörungen sowie andere psychische Probleme und auch krankheitswertige Störungen, die dann oft nur noch mittels einer psychotherapeutischen Behandlung gelindert werden können. Ausgehend von diesen aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen untersucht das vorliegende Buch die Möglichkeiten und Grenzen unterschiedlicher Entspannungsverfahren als Mittel einer notwendigen und präventiven Psychohygiene. In diesem Kontext wird insbesondere die Meditation als ganzheitliche Methode zur Unterstützung der kindlichen sowie jugendlichen Entwicklung bestimmt.

Der Autor plädiert für das frühzeitige Erlernen von Achtsamkeits- und Meditationsübungen, stellt die unterschiedlichen Schulen und Hintergründe vor und diskutiert die vielschichtigen, kreativen Anwendungsmöglichkeiten in professionellen pädagogischen und psychologischen Arbeitskontexten. Neben den populären und säkularen Meditationstechniken wie der Transzendentalen Meditation (TM) oder der klinisch standardisierten Meditation (CSM) werden auch traditionellere Formen wie die Mantra-Meditation, Zazen oder Tai-Chi diskutiert. Dabei wird insgesamt eine integrative Sichtweise von Achtsamkeit und Meditation favorisiert sowie deren Anwendbarkeit kritisch geprüft.



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