Doktorarbeit: Macht und Tod im Epikureismus

Macht und Tod im Epikureismus

Annäherung an eine epikureische Machttheorie und Ideologiekritik aus der Betrachtung des Todes

BOETHIANA – Forschungsergebnisse zur Philosophie, Band 145

Hamburg , 400 Seiten

ISBN 978-3-339-10244-7 (Print)
ISBN 978-3-339-10245-4 (eBook)

Zum Inhalt

Der Epikureismus war eine Philosophie der Antike, die nicht nur den Hedonismus und den Materialismus miteinander verbunden hat, sondern auch die herrschende politische Ontologie seiner Zeit kritisiert hat. Das kritische Potenzial der epikureischen Machtanalyse wird aber nicht immer bemerkt und ist aufgrund ihres Materialismus in der Philosophiegeschichtsschreibung verfemt geblieben. Der Epikureismus wirkt allerdings bis in die Gegenwart und trägt dazu bei, Begriffe wie Macht, Herrschaft und Ideologie umzudenken. Dieses Buch erschließt einen Forschungsweg zum Verständnis der epikureischen Machtanalyse, indem zunächst das Verhältnis von Macht und Tod untersucht wird, um dieses Verhältnis anschließend mit den Theorien zweier Philosophen unserer Zeit, Jaspers und Marcuse, in Bezug zu setzen. Die Untersuchungen zeigen, wie sich die Vorstellung vom Sinn und Wert der Machtstrukturen tiefgehend modifiziert, wenn man die Perspektive der epikureischen Betrachtung des Todes aufnimmt. Da die traditionellen Grundlagen der Macht hierbei in Frage gestellt werden, hat diese hedonistisch-materialistische Philosophie nicht umsonst in der Geschichte der politischen Ideen bekanntlich eine provozierend unbequeme Denkweise dargestellt: Durch die philosophische Letztfrage nach dem Tod, welche die Totalität der Existenz berührt, bringt der Epikureismus die Macht an ihre eigenen Grenzen.

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