Doktorarbeit: Bilanzierung des derivativen Geschäftswertes im Lichte der Investitionstheorie

Bilanzierung des derivativen Geschäftswertes im Lichte der Investitionstheorie

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 95

Hamburg 1999, 228 Seiten
ISBN 978-3-86064-935-0 (Print)

Betriebswirtschaftslehre, Bilanzierung, IAS, Investitionstheorie, negativer derivativer Geschäftswert, Unternehmensbewertung, Vermögenskauf

Zum Inhalt

Gegenstand dieser Arbeit ist die Abbildung des Vermögenskaufs einer Einzelunternehmung in der Handelsbilanz des Erwerbers. Besondere Beachtung soll hierbei denjenigen Fällen des Vermögenskaufs zukommen, bei denen der entrichtete Unternehmenskaufpreis die Wertsumme der in der Bilanz angesetzten Vermögensobjekte und Schulden unterschreitet. Die mit dieser Konstellation verbundenen bilanziellen Probleme werden in der Literatur seit geraumer Zeit unter dem Schlagwort „negativer derivativer Geschäftswert“ höchst kontrovers diskutiert.

Im Rahmen dieser Literaturdiskussion wurde bislang wenig berücksichtigt, dass der Entscheidung über den Erwerb einer Einzelunternehmung und der Abbildung des Unternehmenserwerbs in der Bilanz unterschiedliche Bezugsobjekte zugrunde liegen: Die Entscheidung über den Erwerb einer Unternehmung orientiert sich - ungeachtet der Frage, ob der Erwerb als asset deal oder share deal erfolgt - an investitionstheoretischen Überlegungen. Bezugsobjekt ist hierbei die Unternehmung als Ganzes. Demgegenüber knüpft die bilanzielle Abbildung des Erwerbs einer Einzelunternehmung an einzelne (konkret bilanzierungsfähige) Vermögensobjekte und Schulden an. Es existiert damit ein logischer Bruch zwischen der gesamtbewertungsorientierten Investitionsentscheidung und der einzelbewertungsorientierten Abbildung des Unternehmenserwerbs in der Bilanz.

Dieser grundsätzlichen Problematik wird im Rahmen dieser Arbeit besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Das bedingt, dass in die Analyse der handelsbilanziellen Abbildung des Vermögenskaufs auch die hinter der Kaufentscheidung stehenden investitionstheoretischen Überlegungen des Erwerbers einbezogen werden. Vor diesem Hintergrund nimmt der Autor eine kritische Beurteilung der bislang diskutierten Vorschläge zur bilanziellen Abbildung eines negativen Unterschiedsbetrages - eines „negativen derivativen Geschäftswertes“ - vor und entwickelt einen funktionsgerechten Ansatz zur bilanziellen Abbildung des Vermögenskaufs einer Einzelunternehmung.



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