: Neutralität im Zweiten Weltkrieg

Neutralität im Zweiten Weltkrieg

Irland, Schweden und die Schweiz im Vergleich

Studien zur Zeitgeschichte, Band 14

Hamburg , 153 Seiten

ISBN 978-3-86064-651-9 (Print)

Rezension

[...] Er kommt zu dem Ergebnis, daß keines der Länder vollständig neutral geblieben ist. Wirtschaftliche Interessen, die Bewahrung der eigenen Souveränität sowie der Wunsch, nicht an Kampfhandlungen teilzunehmen, waren die Hauptgründe für die Neutralitätsübertretungen der betrachteten Länder.

Zum Inhalt

„Neutral-sein-wollen ist nicht schwer, neutral zu sein dagegen sehr!“ - Endlich ist es einmal einem Autor gelungen, die Diskrepanz zwischen dem Neutralitätsrecht und dem tatsächlichen Verhalten dreier „neutraler“ Staaten - Schweden, Schweiz und Irland - im Zweiten Weltkrieg kompakt und detailliert zugleich darzustellen.

Deutlich werden die Zwänge, Eigeninteressen und Unwägbarkeiten geschildert, die dafür verantwortlich waren, dass die Politik der „Neutralen“ von der „Neutralität auf dem Papier“ in immer neuen Variationen abwich. Vielsagend auch der Vergleich der drei „neutralen“ Staaten: Er zeigt auf, dass jedes Land sich seine eigene, von nationalen Eigenheiten beeinflusste, „Neutralität“ schuf, die es, so gut es ging, den jeweiligen Gegebenheiten anpasste.

Das Fazit des Autors gipfelt dabei jedoch weder in einer pauschalen Verurteilung noch in einer allgemeinen Verherrlichung der „neutralen“ Staaten. Vielmehr macht es deutlich, wie erbärmlich es um die erfolgreiche Durchführung einer Neutralitätspolitik gemäß dem Völkerrecht in der Zeit zwischen 1939 und 1945 bestellt war.

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