: Preisflexibilität und konjunkturelle Instabilität

Preisflexibilität und konjunkturelle Instabilität

Schriftenreihe volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Band 32

Hamburg , 162 Seiten

ISBN 978-3-86064-494-2 (Print)

Zum Inhalt

In dieser Arbeit untersucht der Autor, inwieweit flexible Löhne und Preise Auswirkungen auf die Konjunktur haben. Dazu zieht er zwei alternative Modelle heran: Zunächst das Standardlehrbuchmodell, wonach Preise und Löhne keine konjunkturellen Auswirkungen haben. Diese stehen sowohl mit dem klassischen als auch mit dem keynesianischen Ansatz im Einklang. Außerdem untersucht der Autor die bisher kaum beachtete These, nach der Lohn-Preis-Anpassungen auf die Konjunktur wie die Einnahme von Medikamenten auf den menschlichen Organismus wirkt: in geeigneten Dosen stabilisierend, im anderen Fall jedoch nicht. Diese, in der Tradition von Irving Fisher, Keynes und Tobin stehende Ansicht gründet auf der Vorstellung, dass flexible Löhne und Preise in entgegengesetzter Weise auf Dauer und Verlaufsmuster von Produktion und Beschäftigung nach einer Störung Einfluss nehmen.

Im Gegensatz zu früheren Arbeiten, zu denen neben den bereits genannten auch die von DeLong/Summers gehört, geht der Autor nicht von einer geschlossenen Volkswirtschaft aus. Er betont vielmehr die Notwendigkeit der Einbeziehung außenwirtschaftlicher Verflechtungen. Die zusammengetragenen Argumente zeigen, dass internationale Verbindungen die Konjunkturwirkung flexibler Löhne und Preise entscheidend verändern können, weil die in einer geschlossenen Volkswirtschaft zum Tragen kommenden Effekte modifiziert werden und neue Übertragungsmechanismen hinzukommen.

Darauf aufbauend entwickelt der Autor ein Modell für die Analyse der Wirkungen flexibler Preise auf die Konjunktur. Das Modell bringt einerseits die verschiedenen Aspekte der Beiträge von Tobin und DeLong/Summers zusammen und erweitert andererseits diese Beiträge um die Einbeziehung außenwirtschaftlicher Verflechtungen. Es wird untersucht, welche Wirkungen von der Anpassungs-geschwindigkeit der Preise auf Amplitude und Frequenz der Konjunktur ausgehen, wenn die Wirtschaft zufälligen Angebots- und Nachfragestörungen unterliegt. Dabei werden sowohl verschiedene Regeln für die Setzung der Geldpolitik als auch alternative Wechselkurssysteme in die Analyse einbezogen.

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