: Der Verkehr auf der Straße und der Schiene

Der Verkehr auf der Straße und der Schiene

Eine ökonometrische Analyse für die Bundesrepublik Deutschland mit einer Simulation zu einer Mineralölsteuererhöhung

Schriftenreihe volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Band 30

Hamburg 1996, 234 Seiten
ISBN 978-3-86064-481-2 (Print)

Deutschland, Mineralölsteuer, Schiene, Schienenverkehr, Straßenverkehr, Umweltbelastung, Verkehr, Volkswirtschaftslehre

Zum Inhalt

Für eine arbeitsteilige Volkswirtschaft hat der Verkehrssektor eine herausragende Bedeutung. Umso erstaunlicher ist es, wie wenig diesem Wirtschaftsbereich in makroökonomischen Modellen Bedeutung geschenkt wird. In dieser Arbeit wird nach verkehrsökonomischen Aspekten ein ökonometrisches Verkehrsmodell für den Straßen- und Schienenverkehr entwickelt und in ein gesamtwirtschaftliches Modell integriert.

Das gesamte Modell ist somit fähig, aktuelle verkehrspolitische Fragestellungen zu simulieren. Beispielhaft wird diese Fähigkeit im Wege einer Simulation zu einer Mineralölsteuererhöhung demonstriert. Hierbei werden sowohl Wirkungen auf die verschiedenen Aggregate der deutschen Volkswirtschaft als auch auf die Ökologie aufgezeigt. Im einzelnen werden die Verkehrsarten: motorisierter Individualverkehr, Personenverkehr der Straßenverkehrsunternehmen (getrennt nach Linien- und Gelegenheitsverkehr), Güterkraftverkehr, Schienenverkehr der Deutschen Bahn (getrennt nach Personen- und Güterverkehr) behandelt. Die einzelnen Verkehrsarten werden sowohl für die Nachfrage als auch für das Angebot erklärt. Herauszustellen hierbei ist die Modellierung des motorisierten Individualverkehrs.

Zu beobachten ist, dass auf bestimmten Teilnetzen Nachfrageüberhänge nach Infrastruktur bestehen. Umgekehrt kann zur gleichen Zeit auf anderen Streckenabschnitten die Wegeinfrastruktur mehr als ausreichend für die Benutzer des Netze sein - es liegt hier ein Angebotsüberhang vor. Da diese Überhänge jedoch an räumlich differenzierten Stellen auftreten, dürfen diese bei der makroökonomischen Betrachtung nicht gegeneinander saldiert werden. Dieser „Mismatch“ wird mit Hilfe eines Mengenrationierungsansatzes modelliert.



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