: Über Informationsentscheidungen in strategischen Spielen

Über Informationsentscheidungen in strategischen Spielen

Eine theoretische und empirische Untersuchung

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 53

Hamburg 1996, 200 Seiten
ISBN 978-3-86064-388-4 (Print)

Betriebswirtschaftslehre, Entscheidung, experimentelle Wirtschaftsforschung, Information, kognitive Psychologie, Spieltheorie, Strategie

Zum Inhalt

In dieser Arbeit werden Aspekte der Informationsbeschaffung in sozialen Konfliktsituationen untersucht und dafür Methoden - Stichwort Spieltheorie - eingesetzt, die in den Wirtschaftswissenschaften gerade einen großen Aufschwung erleben. Für das Verständnis des Buchs werden keine speziellen Vorkenntnisse benötigt.

Am Beispiel einiger sozialer Konfliktsituationen wird für „rationale“ Konfliktparteien untersucht, ob sie sich für oder gegen die Nutzung einer kostenlosen Informationsquelle entscheiden sollten. Bei einem der Beispiele verschlechtert sich das Ergebnis einer der Konfliktparteien, wenn sie die Informationsquelle nutzt; der Wert der Information ist also negativ. Dieses Ergebnis hängt davon ab, was die Konfliktparteien gegenseitig über die Nutzung der Informationsquelle wissen.

In einer Experimentserie wurden Versuchspersonen die gleichen Entscheidungssituationen vorgelegt, die auch unter der Annahme „rationaler“ Konfliktparteien untersucht wurden. So sollte ermittelt werden, wie sich Menschen in solchen Situationen entscheiden. Die Versuchsergebnisse zeigen: Der Wert von Information könnte positiv statt negativ sein, wenn die Konfliktparteien Menschen ohne besonderes Training in der Lösung sozialer Konfliktsituationen sind.

Die Ursachen für dieses Ergebnis liegen in den Denkprozessen der Versuchspersonen. Anhand von Gedankenprotokollen lässt sich nachvollziehen, dass Versuchspersonen Vorgehensweisen, die sie von anderen Entscheidungssituationen her kannten, auf die Entscheidungen in Konfliktsituationen übertrugen.



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