: Zinssatz, Rendite und Risiko

Zinssatz, Rendite und Risiko

Bestimmungsfaktoren der Portfoliowahl der westdeutschen Produktionsunternehmungen: Eine theoretische und empirische Analyse

Schriftenreihe volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Band 25

Hamburg , 144 Seiten

ISBN 978-3-86064-286-3 (Print)

Zum Inhalt

Im Verlauf der letzten 30 Jahre haben westdeutsche Produktionsunternehmen einen schwankenden und generell steigenden Anteil ihrer Investitionen in Form von Geldvermögensbildung getätigt: Der Anteil dieser Finanzinvestitionen (Aktien, Bankguthaben, festverzinsliche Wertpapiere) schwankte im Beobachtungszeitraum zwischen 16% (Anfang der 60er Jahre) und 79% (Anfang der 80er Jahre). Die Arbeit versucht diese Entwicklung zu erklären.

In einfachen Regressionen lässt sich über 80% der Varianz der Portfolioaufteilung ausschließlich mit dem Zinssatz und der Sachvermögensrendite der Vorperiode erklären. Es wird gezeigt, dass es möglich ist, auch auf Basis eines eher neoklassischem Modellansatzes die Sachinvestitionsquote als Funktion von Rendite und Zinssatz darzustellen. Der hergeleitete funktionale Zusammenhang ähnelt dem von Tobins Q-Theorie.

- Um das nicht beobachtbare „Risiko“ quantitativ zu erfassen, werden diverse mögliche Risikoindikatoren vorgestellt und diskutiert: Inflationsrate, Bundestagswahltermine, öffentliche Neuverschuldung, Strukturbrüche, Wechselkurs, ein Indikator für Sunk Costs, Anzahl an Morden. Für sich alleine betrachtet korreliert insbesondere die Anzahl an Morden und die Neuverschuldung eng mit der Portfolioaufteilung. Zusammen mit Zinssatz und Rendite erklären die Risikoindikatoren 90% der Varianz der Portfolioaufteilung; Morde und Neuverschuldung sind dabei nicht mehr signifikant.

Es wird ein zweistufiges Schätzverfahren verwendet. Aus den Schätzwerten der Parameter für die Risikoindikatoren lässt sich eine „Risikoprämie“ konstruieren. Vor Bundestagswahlterminen war die Risikoprämie knapp drei Prozentpunkte höher als nach der Wahl.

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