: Die Internationale Berufspädagogik

Die Internationale Berufspädagogik

Evaluation eines Studienganges für Jemeniten

EUB. Erziehung – Unterricht – Bildung, Band 25

Hamburg , 265 Seiten

ISBN 978-3-86064-133-0 (Print)

Zum Inhalt

In dieser Arbeit beschäftigt sich der Autor mit dem Problem der Evaluation von Studiengängen der Internationalen Berufspädagogik und zeigt diesen Komplex exemplarisch an einer von ihm durchgeführten Evaluation des Ergänzungsstudienganges Internationale Berufspädagogik an der Universität Kassel auf. Der Behandlung seines Themas liegen dabei vor allem zwei erkenntnisleitende Fragen zugrunde:

  • Welches sind die leitenden hochschuldidaktischen Überlegungen, mit denen der Ergänzungsstudiengang Internationale Berufspädagogik und in ihm die besondere Form eines gruppenorientierten Ausländerstudiums für jemenitische Studierende konzipiert wurden?
  • Wie lässt sich ein solches Studienkonzept angemessen evaluieren?

Das dem Ergänzungsstudium zugrundeliegende Konzept wird eingangs als Aufgabe der Verschmelzung zweier Zielsetzungen, nämlich einer handlungsorientiert pragmatischen und einer soziokulturell ökonomisch angepassten Berufspädagogik umrissen. Das Studienprogramm wird von ihm als ein komplexes Interdependenzgefüge von Berufspädagogik, Entwicklungspolitik und Hochschuldidaktik mit ihren jeweiligen programmatischen Positionen betrachtet unter dem Methodenverständnis von Ganzheitlichkeit, Kulturspezifik, Handlungsorientierung und Hermeneutik. Vor dem Hintergrund seiner These, dass Erkenntnisgegenstand und -methode in einem korrelativen und voneinander abhängigen Zusammenhang stehen, wird sein leitendes Methodenverständnis der Evaluation auch als Teilgebiet einer „aufklärenden Handlungsforschung“ gekennzeichnet.

Das Evaluationskonzept ist in seinen Inhalten, seiner Legitimation und Vorgehensweise als Beispiel empirischer und angewandter Sozialforschung zu sehen, die zugleich gesellschaftskritisch, dialektisch und aufklärerisch orientiert ist. Die schließlich vom Verfasser konzipierte und durchgeführte Evaluation des Gruppenstudiums wird als ein Verfahren der sozialintegrativen Handlungsforschung entwickelt, das an qualitativen Aussagen und deren hermeneutisch ganzheitlicher Interpretation interessiert ist und dieses Interesse reflektiert begründet. Damit unterscheidet er auch zwischen zwei grundsätzlichen Orientierungen in der Evaluationstheorie und -praxis: Dem positivistischen vs. dem konstruktivistischen Paradigma oder anders ausgedrückt zwischen Evaluation als Erfolgskontrolle vs. Evaluation als Erkenntnisprozess aller am Studienprozess beteiligten Personen.

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