: Depression und Schilddrüsenüberfunktion

Depression und Schilddrüsenüberfunktion

Studien zur Psychiatrieforschung, Band 3

Hamburg , 220 Seiten

ISBN 978-3-86064-051-7 (Print)

Zum Inhalt

Dieses Buch beschäftigt sich mit den Zusammenhängen zwischen endokrinen Dysfunktionen auf der Hypothalamus-Hypophysen-Schilddrüsen-Achse und psychischen Veränderungen. Es behandelt ein Thema, das sowohl für die Endokrinologie der Schilddrüse als auch für die Psychiatrie affektiver Störungen derzeit von hoher Aktualität ist. Hierzu wählt der Verfasser eine Strategie, die in Gegenrichtung zum Hauptstrom neuroendokrinologisch-psychiatrischer Depressionsforschung verläuft. Er fragt danach, ob bei Störungen der Schilddrüsenfunktion, die wie die affektiven Erkrankungen bei Frauen wesentlich häufiger sind als bei Männern, affektive Störungen auftreten und gegebenenfalls welcher Art sie sind.
Diese Strategie ist nicht nur sinnvoll, sondern auch praktikabel, weil die Häufigkeit von Hyperthyreosen 0,5 bis 1 % beträgt, während die Prävelenz depressiver Erkrankungen, abhängig von ihrem Schweregrad, auf 3 bis 7 % geschätzt wird.
Die Ergebnisse sind in zweierlei Hinsicht bedeutsam: Für die psychiatrische Klinik besagen sie, dass manifeste und latente Hyperthyreosen als ernstzunehmende Ursache eines sekundären depressiven Syndroms in Frage kommen, so dass sie bei der Diagnostik berücksichtigt werden sollten. Für die Theorie der Ätiologie von Depressionen bedeuten sie, dass TRH sowohl in Interaktion mit Neurotransmittern treten kann, die für das Verhalten von Bedeutung sind, aber offenbar auch selbst als Neurotransmitter wirksam wird.
Diese Ergebnisse sind von wesentlichem wissenschaftlichen und praktischen Wert und enthalten zweifellos einen innovativen Anteil, der sowohl für die Endokrinologie als auch für die biologische Psychiatrie von Bedeutung ist.

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