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Doktorarbeit: A Configurational Perspective on New Venture Team Heterogeneity

A Configurational Perspective on New Venture Team Heterogeneity

Schriften zur Existenz- und Unternehmensgründung, Band 7

Hamburg 2018, 410 Seiten
ISBN 978-3-8300-9885-0

Betriebwirtschaftslehre, Configurational Perspective, New Ventures, Set Theory, Team Composition, Team Heterogenity, Teams, Unternehmensführung & Organisation

Zum Inhalt

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Jungunternehmen sind für volkswirtschaftliches Wachstum von zentraler Bedeutung, unter anderem weil sie Arbeitsplätze schaffen sowie innovative Produkte und Dienstleistungen fördern. Die meisten Jungunternehmen werden von unternehmerischen Teams (New Venture Teams, NVTs) gegründet und geführt. Nebst zahlreichen externen Faktoren (z.B. Kunden, Wettbewerb) spielt die Heterogenität dieser Teams eine wichtige Rolle für deren Entwicklung. Dies deshalb, weil die Verteilung eines bestimmten Merkmals innerhalb des unternehmerischen Teams die Interaktion der Teammitglieder wesentlich beeinflusst. Eine positive Interaktion kann zu einer höheren Leistung des unternehmerischen Teams und dadurch des gesamten Jungunternehmens führen.

Bisherige Studienergebnisse zu den Auswirkungen von Heterogenität in unternehmerischen Teams sind jedoch nicht eindeutig. Einige Forschende lieferten Evidenz dafür, dass ein höheres Mass an Heterogenität mit positiven Konsequenzen assoziiert ist, wohingegen in anderen Untersuchungen das Gegenteil resultierte. Bisherigen Studien ist gemein, dass ihnen überwiegend lineare und korrelationsbasierte Modelle zugrunde liegen. Da unternehmerische Teams aber komplexe Systeme darstellen, deren Zusammensetzung durch mehrfache, nichtlineare kausale Beziehungen charakterisiert wird, drängt sich eine alternative Betrachtungsweise auf.

Die vorliegende Dissertation schlägt vor diesem Hintergrund einen Konfigurationsansatz sowie eine entsprechende Analysemethode vor. Dabei geht es nicht darum zu eruieren, welchen Einfluss einzelne Heterogenitätsmerkmale (z.B. Alter, Geschlecht, Berufserfahrung) für sich genommen auf die Leistung unternehmerischer Teams haben. Vielmehr interessiert, ob und in welchem Ausmass Kombinationen (= Konfigurationen) solcher Merkmale (z. B. gleiches Alter, gleiche Geschlechter, unterschiedliche Berufserfahrung) als gesamtes für die Leistung relevant sind. Zu diesem Zweck enthält die Dissertation drei Artikel, in denen jeweils eine spezifische Forschungsfrage adressiert wird.

Zunächst zeigt ein konzeptioneller Artikel auf, weshalb ein Konfigurationsansatz aus theoretischer Sicht den Wissensstand hinsichtlich der Auswirkungen von Heterogenität unternehmerischer Teams substanziell erweitern kann. Hierfür wird eine Reihe von Empfehlungen formuliert, die Forschende berücksichtigen sollen, wenn sie Heterogenität in unternehmerischen Teams auf Basis eines Konfigurationsansatzes untersuchen. Ebenso wird auf die Mengentheorie zurückgegriffen und eine entsprechende Analysemethode vorgeschlagen, mithilfe derer die theoretischen Annahmen des Konfigurationsansatzes empirisch untersucht werden können. Als nächstes werden in einem empirischen Artikel auf Basis eines Sekundärdatensatzes Konfigurationen demografischer Heterogenitätsmerkmale von unternehmerischen Teams aus den USA untersucht, die zum Zeitpunkt der Befragung im Begriff waren, ein Unternehmen zu gründen. Zu diesem Zweck wird die im ersten Artikel vorgeschlagene Methode angewandt, um Kombinationen von informatorischen (Ausbildungsgrad, Berufserfahrung, Branchenerfahrung) und sozio-kategorialen (Alter, Geschlecht) Heterogenitäts-Merkmalen der Teammitglieder zu untersuchen.

Der dritte Artikel beschreibt schliesslich die Analyseergebnisse von Konfigurationen der Heterogenität in unternehmerischen Teams anhand verschiedener Persönlichkeitsdimensionen, der wahrgenommenen Dynamik des Aufgabenumfelds sowie interner Team-Konflikte. Dazu werden Primärdaten von unternehmerischen Teams aus der Schweiz daraufhin untersucht, welche Kombinationen der oben genannten Konstrukte und Dimensionen eher mit hoher bzw. niedriger Leistung assoziiert sind.

Zusammengenommen bietet die Dissertation einen Hinweis für die Nützlichkeit des Konfigurationsansatzes sowie mengentheoretischer Analysemethoden zur Untersuchung der Ursachen und Auswirkungen von Heterogenität in unternehmerischen Teams.



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