Doktorarbeit: Die Beziehungen der Europäischen Union mit den sogenannten AKP-Staaten

Die Beziehungen der Europäischen Union mit den sogenannten AKP-Staaten

Eine theoretische und empirische Analyse von vier Jahrzehnten privilegierter wirtschafts- und entwicklungspolitischer Kooperation

Schriften zur internationalen Politik, Band 54

Hamburg 2017, 268 Seiten
ISBN 978-3-8300-9487-6

AKP-Staaten, Außenhandelsbeziehungen, China-Afrikapolitik, Cotonou-Abkommen, Entwicklungspolitik, Entwicklungszusammenarbeit, EU-Afrikapolitik, EU-AKP-Partnerschaft, EU-Außenhandelsbeziehungen, Freihandel, Handelspolitik, Internationale Politik, Lomé-Abkommen, Nord-Süd-Beziehungen, Präferenzsysteme

Zum Inhalt

Zwischen der EU und zahlreichen Staaten Afrikas, der Karibik und des pazifischen Raums (AKP-Staaten) besteht seit Jahrzehnten eine privilegierte wirtschafts- und entwicklungspolitische Partnerschaft. Diese stellt ein wirkliches Novum in den Nord-Süd-Beziehungen dar und ist durch eine besondere Vielfalt an entwicklungspolitischen Kooperationsfeldern gekennzeichnet.

Um die spezifischen Effekte der EU-AKP-Partnerschaft möglichst effektiv herausfiltern zu können, legt diese Untersuchung den Schwerpunkt ausschließlich auf den handelspolitischen Kooperationsbereich.

Die Dissertation untersucht die realwirtschaftlichen Auswirkungen der von der EU im Rahmen dieser privilegierten wirtschafts- und entwicklungspolitischen EU-AKP-Kooperation eingeräumten Handelspräferenzen auf die wirtschaftliche und strukturelle Lage in den AKP-Staaten.

In diesem Zusammenhang wird zunächst die handelspolitische EU-AKP-Kooperation im Lichte der Außenwirtschaftstheorie bewertet.

Im Fokus der anschließenden empirischen Analyse steht die bisherige Entwicklung der Handelsbeziehungen zwischen der EU und den AKP-Staaten. Durch die Konzipierung eines bisher neuartigen komparativen empirischen Analyse-Ansatzes wird der Versuch unternommen, mögliche infolge der EU-AKP-Partnerschaft enthaltene handelsschaffende Effekte zugunsten der AKP-Staaten zu isolieren und zu evaluieren.

Dabei werden, anders als bei bisherigen Analysen, Sondereffekte insbesondere die Isolierung der stark erdölexportierenden Staaten sowie die Erhöhung der Anzahl der Mitglieder (sowohl auf Seiten der EU als auch innerhalb der AKP-Gruppe) bei der Modellierung berücksichtigt. Auch der Versuch der Heterogenität der AKP-Staaten Rechnung zu tragen wird durch die Bildung bestimmter Ländergruppen nach strukturell-ökonomischen und innenpolitischen Merkmalen herausgearbeitet. Darüber hinaus wird dem Einfluss des chinesischen Wirtschaftswachstums auf die EU-AKP-Partnerschaft ein eigenes Unterkapitel gewidmet. Dabei werden die sino-afrikanischen Beziehungen samt ihren Chancen und Gefahren sowohl für die afrikanischen Staaten als auch für die europäische Afrikapolitik generell dargestellt.



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