Doktorarbeit: Psychomotorische Analyse von Maus- und Tastatursignalen zur Detektion von Müdigkeit im Kontext maschinellen Lernens

Psychomotorische Analyse von Maus- und Tastatursignalen zur Detektion von Müdigkeit im Kontext maschinellen Lernens

Ein signalverarbeitungsbasierter Brute-Force Merkmalsextrationsansatz zur Untersuchung zentraler Eingabemodalitäten der Mensch-Maschine-Interaktion

Schriften zur Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie, Band 76

Hamburg 2015, 370 Seiten
ISBN 978-3-8300-8539-3 (Print & eBook)

Arbeitspsychologie, Arbeitssicherheit, Experimentelle Psychologie, Komfortsteigerung, Maschinelles Lernen, Mensch-Computer-Interaktion, Mustererkennung, Psychomotorik, Qualitätssteigerung, Schläfrigkeitsdetektion, Signalverarbeitung

Zum Inhalt

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Zeig mir wie du arbeitest und ich sage dir, wie müde du bist!

Eine zentrale Frage der Arbeits- und Organisationspsychologie befasst sich mit der Herausforderung, inwieweit innerhalb einer arbeitenden Organisation Sicherheit, Qualität und Arbeitskomfort gewährleistet werden kann. Schließlich unterliegen Menschen unterschiedlichsten Faktoren, die Einfluss auf diesen Zustand haben können. Mitarbeiter interagieren regelmäßig mit Maschinen, wie Computern, Smartphones oder prozessorgesteuerten Arbeitsmaschinen. Dabei bewegen sich die Nutzer in einem Bewegungsschema, das vielfältige Aussagemöglichkeiten eröffnet. So lässt die Auswertung von gewonnenen Biosignalen beispielsweise Rückschlüsse zu Emotionen, Schläfrigkeitsempfinden oder auch die Monotoniezustände des einzelnen Nutzers zu.

Dieses Buch widmet sich der Frage, welche Erkenntnisse der Verhaltensanalyse in der Mensch-Computer-Interaktion betrachtet werden können, um so eine Situationsverbesserung – in Form von Sicherheitsgewinn, Qualitätssteigerung oder Komfort - hervorzurufen. Der Autor beschreibt kritisch im Rahmen einer Studie die Möglichkeit, wie viel Potenzial in der Zustandserkennung aber auch der Nutzer-und Tätigkeitsidentifikation liegt und identifiziert verschiedene Einsatzmöglichkeiten, wie in Unfallmanagementsystemen (z.B. Unterbrechung von Vorgängen, Pausenempfehlungen), in der Systemadaption an den persönlichen Zustand des Nutzers (z.B. Änderung von Aussehen oder Geschwindigkeit) und in Sicherheitsbereichen (Identifikation des Nutzers und seiner Systemoberfläche durch analysierte Systemparameter). Dabei liegt das Augenmerkt stets auf einer nichtinvasiven und störungsfreien Interaktion. Die Inhalte des Buches gehen über die Grenzen der Arbeitspsychologie hinaus und stellen eine Verbindung zur systemischen Mustererkennung und Signalverarbeitung her.



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