Dissertation: Hochqualifiziert, jung, flexibel und männlich?

Hochqualifiziert, jung, flexibel und männlich?

Eine genderorientierte Analyse des Berufsfeldes IT-Consulting

Gender Studies - Inter­diszi­plinäre Schriften­reihe zur Geschlechter­forschung, Band 25

Hamburg 2013, 424 Seiten
ISBN 978-3-8300-7480-9

Arbeit, Arbeitssoziologie, Berufsfeldanalyse, Bourdieu, Gender, Genderforschung, Geschlechterverhältnisse, Habitus, IT-Beratung, IT-Branche, IT-Consulting, Soziologie

Zum Inhalt

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Die IT-Beratungsbranche vereint viele Facetten neuer Tätigkeitsfelder und Arbeitsformen in sich, die durch Veränderungen der Erwerbsarbeit und den Einsatz neuer Technologien entstanden sind bzw. zukünftig entstehen werden. Die Autorin widmet sich in ihrer genderspezifischen Analyse des Berufsfeldes IT-Consulting den bisher kaum erforschten Arbeitsbedingungen, -strukturen und Geschlechterverhältnissen der selbständigen IT-BeraterInnen. Ziel ist die Transparentmachung und Charakterisierung der Branche sowie ihre Verortung innerhalb einer sich flexibilisierenden Arbeitswelt.

Ein interessanter Aspekt dabei ist die Beantwortung der Frage, ob es Hinweise auf eine Aufweichung traditioneller Grenzen bzw. Grenzverschiebungen innerhalb der Geschlechterverhältnisse gibt. So geht einerseits darum, wie IT-Consultants, ihre Tätigkeit und ihr Arbeitsumfeld – unter Berücksichtigung der Geschlechterverhältnisse - beschrieben werden können: Sind sie vielleicht hochqualifiziert, jung, flexibel und männlich? Andererseits werden die Handlungsstrukturen, die die Ausgestaltung der sozialen Beziehungen in dem Berufsfeld beeinflussen, analysiert. Bei der Untersuchung der Branche, die als ein „Prototyp entgrenzter und flexibler Erwerbsarbeit“ zu sehen ist, werden verschiedene Perspektiven berücksichtigt: die subjektive Sicht der IT-BeraterInnen (ihre Selbsteinschätzung) und die Perspektive der Beratungsunternehmen (wie IT-BeraterInnen sein sollen).

Als Interpretationsrahmen werden ausgewählte Konzepte der Arbeits- und Genderforschung unterstützend eingesetzt. Eine erweiterte Sicht auf die Arbeitsbedingungen und -handlungen wird durch die Einbeziehung der Kulturtheorie Bourdieus möglich. So lässt sich zeigen, dass in den Handlungsorientierungen und Verhaltensmustern der IT-Consultants einheitliche Strukturen und Motive – eine berufliche Habitualisierung – zu erkennen ist, sowohl bei Frauen als auch bei Männern.



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