Doktorarbeit: Die fehlerhafte konzessionsbedürftige Gesellschaft am Beispiel der Rechtsanwalts-GmbH

Die fehlerhafte konzessionsbedürftige Gesellschaft am Beispiel der Rechtsanwalts-GmbH

Schriften zum Handels- und Gesellschaftsrecht, Band 138

Hamburg 2013, 180 Seiten
ISBN 978-3-8300-7329-1

Fehlerhafte Gesellschaft, Fehlerhafte Konzession, Fehlerhafte Vertragsgrundlage, Gesellschaftsrecht, Konzession, Konzessionsbedürftige Gesellschaft, Rechtsanwalts-GmbH, Rückabwicklung

Zum Inhalt

Gegenstand der vorliegenden Untersuchung ist die Frage der Anwendbarkeit der Lehre von der fehlerhaften Gesellschaft auf die konzessionsbedürftige Gesellschaft. Als konkretes Anwendungsbeispiel dient diesbezüglich die Rechtsanwalts-GmbH.

Bewegt man sich bei der Untersuchung zur Lehre von der fehlerhaften Gesellschaft auf faktisch mehr oder minder „ausgetretenen Pfaden“, erfährt bereits die konzessionsbedürftige Gesellschaft als solche in der Praxis allenfalls eine stiefmütterliche Behandlung. Hintergrund ist, dass sich die Bedeutung der konzessionsbedürftigen Gesellschaft allmählich, aber kontinuierlich reduziert hat.

Gerade in der aktuellen Rechtsliteratur wird die konzessionsbedürftige Gesellschaft häufig wie ein von der Zeit überholtes Relikt dargestellt, welchem nur geringfügige rechtspraktische Bedeutung zuzumessen sei und welches insbesondere von den (vermeintlich) moderneren, eintragungsbedürftigen und detailliert kodifizierten Gesellschaften im Wesentlichen abgelöst wurde. Mit Einführung der Rechtsanwalts-GmbH im Jahr 1994 hat die konzessionsbedürftige Gesellschaft indes wieder an rechtspraktischer Bedeutung gewonnen. Bei dieser stellt sich nicht zuletzt angesichts des konkreten Zusammentreffens von Eintragung und Konzession in besonderem Maße die Frage der Anwendbarkeit der Lehre von der fehlerhaften Gesellschaft.

Ziel der Untersuchung ist es demnach aber aufzuzeigen, dass die konzessionsbedürftige Gesellschaft in ihrer Konzeption keineswegs ein Instrument überkommener staatlicher Willkürakte darstellt, sondern durchaus in „moderner“ Weise angewendet werden und in gewissen Konstellationen dabei auch den sicherlich detaillierter geregelten und kodifizierten eintragungsbedürftigen Gesellschaften vorzuziehen sein kann.



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