Doktorarbeit: Wettbetrug

Wettbetrug

Die Betrugsstrafbarkeit im Zusammenhang mit manipulierten Sportwetten

Strafrecht in Forschung und Praxis, Band 269

Hamburg 2013, 172 Seiten
ISBN 978-3-8300-7203-4 (Print), ISBN 978-3-339-07203-0 (eBook)

Betrugsdogmatik, Betrugstatbestand § 263 StGB, Fall-Hoyzer, Fußballwettskandal, Spätwettenfall, Strafrecht, Täuschungsbegriff i.S.d. § 263 StGB, Wettskandal

Zum Inhalt

Die Fußballwettskandale der letzten Jahre zogen etliche juristische Diskussionen nach sich. Der prominenteste Fall hat unter der Bezeichnung „Hoyzer-Fall“ Rechtsgeschichte geschrieben. Neben der nicht weniger problematischen zivilrechtlichen Würdigung des Falles ist die strafrechtliche Beurteilung auch nach der Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 15. Dezember 2006 weiterhin umstritten.

Die Entscheidung des BGH hat ein Schlaglicht auf verschiedene Problemkreise der Betrugsdogmatik geworfen: Wann liegt eine tatbestandliche Täuschungshandlung vor? Kann bei dem Wettanbieter von einem tatbestandlichen Irrtum ausgegangen werden? Unter welchen Voraussetzungen liegt ein Vermögensschaden vor?

Die Beurteilung der Täuschungshandlung ist in den Fällen des Wettbetrugs besonders problematisch, da der Wettbetrüger den Wettanbieter nicht ausdrücklich täuscht, sondern bei Einreichung des Wettscheins Informationen über eine Manipulation verschweigt. Hinsichtlich des Irrtums ist problematisch, dass sich ein Wettanbieter womöglich keine Gedanken über eine vorangegangene Manipulation macht. Die Feststellung eines Schadens ist besonders problematisch, da sich ein durch eine Manipulation verursachter Vermögensschaden nur schwer beziffern lässt.

Der Verfasser geht diesen Aspekten nach, um der Betrugsstrafbarkeit in Fällen des Wettbetrugs in dogmatischer Hinsicht Konturen zu verleihen. Hierzu analysiert der Verfasser die in Betracht kommenden Konstellationen einer Wettmanipulation und führt diese basierend auf der Lehre der objektiven Zurechnung einer Lösung zu.



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