Dissertation: Reformansätze zur Lehrerbildung für berufliche Schulen vor dem Hintergrund der Wechselwirkung des Beschäftigungs- und Berufsbildungssystems in China

Reformansätze zur Lehrerbildung für berufliche Schulen vor dem Hintergrund der Wechselwirkung des Beschäftigungs- und Berufsbildungssystems in China

Schwerpunkt: Das Studium der beruflichen Fachrichtung Elektrotechnik einschließlich der Didaktik

Studien zur Berufspädagogik, Band 45

Hamburg 2012, 432 Seiten
ISBN 978-3-8300-6702-3 (Print & eBook)

Arbeitsorientiertes Curriculum, Berufs- und Berufsbildungsforschung in China, Berufsbildungssystem, Berufswissenschaftliche Methodik, Berufswissenschaftliche Qualifikationsforschung, Beschäftigungssystem, Elektro-Ausbildungsberufe, Elektro-Erwerbsberufe, Elektrotechnik, Geschäfts- und Arbeitsprozessorientierung, Lehrerbildung für berufliche Schulen

Zum Inhalt

Die Herausforderungen des Beschäftigungssystems – neue und verbesserte Ausbildung und Qualifikationen – müssen vom Bildungssystem und hier insbesondere von der Berufsausbildung erfüllt werden. In China wurden zur Verbesserung dieser Ausbildung und Qualifikationen der Facharbeiter in den letzten Jahren vielfältige Maßnahmen durch eine innovative Berufsbildungspolitik ergriffen. Die Reformen zu den Curricula, der Ausbau der Lernorte, die Weiterbildung der Lehrkräfte oder die Erhöhung der Attraktivität der Berufsbildung sind nur einige dieser Maßnahmen. Eine Qualifikationsverbesserung der Berufsschullehrkräfte wurde dazu zwar auch schon teils in Angriff genommen, doch steht eine grundlegende Reform der Berufsschullehrerausbildung in China bis heute noch aus.

Die Autorin setzt sich in ihrer Untersuchung vor dem Hintergrund der Wechselwirkung des Beschäftigungs- und Berufsbildungssystems in China mit der Lehrerbildung für berufliche Schulen auseinander. Die wissenschaftlichen Fragen zu diesem aktuellen Thema sind thematisch im Schwerpunkt auf das Studium der beruflichen Fachrichtung Elektrotechnik einschließlich der Didaktik fokussiert. Entsprechend rückt zunächst die Berufsausbildung in den Elektroberufen in den Mittelpunkt, um den Wandel der Arbeit und Ausbildung bei Elektro-Fachkräften in China interdependent und in den Perspektiven der Berufsbildungsforschung zu untersuchen. Dazu kommen interdisziplinäre Forschungsansätze aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sowie der Berufsbildungsforschung zum Einsatz, die in der Studie vor allem aus der Perspektive einer berufswissenschaftlichen Qualifikations- und Curriculumforschung abgestimmt genutzt werden. Die Untersuchungen liefern somit neue empirische Erkenntnisse und Ergebnisse, die relativ eindeutig auf eine notwendige Ausbildungsverbesserung der Facharbeiter in China verweisen. Dies kann und soll, so die Autorin, auch durch Reformansätze zur Gestaltung einer zukunftsweisenden Lehrerbildung für berufliche Schulen erfolgen.

Nach den einschlägigen Analysen und Bewertungen zur Lehrerbildung für berufliche Schulen wird so zu einem innovativ formulierten Reformansatz speziell für die berufliche Fachrichtung Elektrotechnik einschließlich der Didaktik deutlich, dass das vorgestellte neue hochschuldidaktische Konzept und die inhaltliche Orientierung hier weit über das bisher nur am „Ingenieurstudium“ orientierte Ausbildungskonzept für Lehrkräfte in China hinausgeht. Insofern wird von der Autorin im Prinzip auch fast durchgängig der so genannte didaktische Paradigmenwechsel hin zu einer Geschäfts- und Arbeitsprozessorientierung in der Arbeit ein- und umgesetzt, da dieser sowohl beginnend bei den empirischen Untersuchungen der Berufs- und Berufsbildungsforschung bis hin zu den Leitgedanken zum Studiengangkonzept für die berufliche Fachrichtung berufswissenschaftlich zum Ausdruck kommt.

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