Doktorarbeit: Pädagogen als Multiplikatoren im Prozess lebenslangen Lernens

Pädagogen als Multiplikatoren im Prozess lebenslangen Lernens

Qualitative Vergleichsstudie: Deutschland und Ungarn

EUB. Erziehung – Unterricht – Bildung, Band 161

Hamburg 2012, 458 Seiten
ISBN 978-3-8300-6501-2 (Print), ISBN 978-3-339-06501-8 (eBook)

Erzieher, Lebenslanges Lernen, Lehrer, Lernen, Pädagogen, Qualitative Vergleichsstudie, Subjektive Theorie, Ungarn

Zum Inhalt

Die breit angelegte Studie „Pädagogen als Multiplikatoren im Prozess des lebenslangen Lernens, Qualitative Vergleichsstudie: Deutschland und Ungarn“ versteht sich als ein Kultur- und Landesvergleich und soll als Versuch für die Beschreibung der Modernisierungsschwelle zwischen Ost und West bzw. für die Erklärung der Modernisierungsverspätung in den östlichen europäischen Ländern dienen.

Dieser empirischen Untersuchung liegt die Annahme zu Grunde, dass um Lernen nachhaltig fördern zu können, es erforderlich ist, dass Pädagogen1 eine genaue Vorstellung darüber haben, was (lebenslanges) Lernen ist. Aus diesem Grund stehen in der vorliegenden Arbeit u.a. die subjektiven Lernbegriffe von Pädagogen im Mittelpunkt des Interesses.

Die Grundintention der Arbeit besteht dabei darin, subjektive Theorien über Lernen von Akteuren2 der deutschen und ungarischen Bildungssysteme mit besonderem Hinblick auf das Alter der Pädagogen und auf die Stufe, in der sie tätig sind, vergleichend zu explorieren, um beurteilen zu können, in wie weit Pädagogen als Multiplikatoren 3 im Prozess des (lebenslangen) Lernens zu betrachten sind. Es sollen Zusammenhänge und deren innere Struktur aus der Sicht der Pädagogen erforscht werden und damit die subjektive Wirklichkeit der Befragten, ihre Wahrnehmungen sowie ihre Interpretationen über das Lernen veranschaulicht werden.

Dabei wird das Ziel verfolgt, die Anfangs- und Endphase der gesamtbiographischen Entwicklung der Fähigkeiten und Fertigkeiten von Pädagogen (der Elementar-, Primar- und Sekundarstufe) zu beschreiben und Elemente aus persönlichen Erfahrungen und Einstellungen in der jeweils eigenen Biographie aufzuspüren, die ein Weiterlernen nach der Schule fördern bzw. hemmen können.

Die interessanten Befunde der Studie zeigen auf, dass in den Jahren 2003/04 tatsächlich eine ausgesprochene Modernisierungsdifferenz in den genannten Teilbereichen bestand. Weiterhin geben die Daten sehr interessante Impulse für zukünftige Forschungsarbeiten.


1 Damit sind hier sowohl Erzieher der vorschulischen Institutionen als auch Lehrkräfte der Grundschule, der Sekundarstufe I und II gemeint.
2 Akteure werden in diesem Zusammenhang gleichgesetzt mit Pädagogen.
3 Unter Multiplikatoren werden in der vorliegenden Arbeit Personen verstanden, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit und der sich daraus ergebenden Fähigkeiten und Fertigkeiten auf ihre Umwelt eine nachhaltige und bewusst gesteuerte Wirkung ausüben.



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