Coverabbildung: Doktorarbeit, „Die Kontrolle der Landesbanken“ von Philipp Goy

Philipp Goy Die Kontrolle der Landesbanken

Ein Vergleich zwischen WestLB, BayernLB und Helaba

Hamburg 2012, 178 Seiten

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Zum Inhalt

Im Jahr 2007, mit Beginn der weltweiten Finanzkrise, wurde allmählich sichtbar, dass die meisten Banken und die Systeme, welche Banken kontrollieren sollten, nicht auf derartige Krisen vorbereitet waren. Zu undurchsichtig waren einige Finanzprodukte und die damit getätigten Geschäfte im Zuge der Deregulierung der Banken weltweit geworden, um die darauf folgende Krise voraussehen zu können. Innerhalb weniger Monate mussten immer mehr Banken ihre Geschäftsergebnisse drastisch nach unten korrigieren und Abschreibungen in Milliardenhöhe bekanntgeben. Ohne massives Eingreifen der Regierungen weltweit in Form von Staatsbeteiligungen und Garantien wäre das Finanzsystem möglicherweise zusammengebrochen, einige Banken wurden zahlungsunfähig.

Von solchen Entwicklungen sind auch viele der staatlichen Banken in Deutschland, unter anderem mehrere der Landesbanken, betroffen. Schon seit einigen Jahren wird sowohl in der Politik als auch in der Wissenschaft intensiv über die zukünftige Rolle der Landesbanken diskutiert. Zunächst stellt sich allerdings die Frage nach den Ursachen für diese Entwicklungen. Der Autor versucht die Frage zu klären, ob die Kontrolle der Landesbanken für deren gegenwärtige Lage ursächlich ist.

Exemplarisch bezieht er in seine Untersuchung die nordrhein-westfälische WestLB sowie die Bayerische Landesbank, BayernLB, und die hessisch-thüringische Landesbank, Helaba, als länderübergreifende Landesbank mit ein. Die Untersuchung unterteilt sich in drei Hauptteile:
Im ersten Teil wird zunächst ein Überblick über die geschichtliche und wirtschaftliche Entwicklung der drei Landesbanken unter besonderer Berücksichtigung der rechtlichen Veränderungen vor allem in jüngerer Zeit gegeben. Darüber hinaus wird der gegenwärtige Stand der Diskussionen über die Landesbanken sowohl in der Politik als auch in der Öffentlichkeit beleuchtet und die heutige Situation der Landesbanken in Bezug auf die rechtlichen Grundlagen und Entwicklungen sowie die Geschäftsergebnisse unter dem Einfluss der Finanzkrise dargestellt.

Im zweiten Teil folgt eine Analyse der internen und externen Kontrollmöglichkeiten der Landesbanken. Diese werden miteinander verglichen und in Hinblick auf mögliche Unterschiede und Probleme untersucht. Zugleich werden Vorschläge zur Lösung der erkannten Probleme dargestellt.

Im dritten Teil zeigt der Autor verschiedene der diskutierten Szenarien bzw. Lösungswege für die Zukunft der Landesbanken auf und untersucht diese vor dem Hintergrund der erlangten Erkenntnisse über die Kontrolle im Hinblick auf ihre möglichen Erfolgschancen. Er gibt dabei zunächst einen Ausblick über diese Möglichkeiten und deren Realisierungschancen. Diese Lösungsvorschläge werden sodann unter besonderer Berücksichtigung der Erkenntnisse zu der Kontrolle der Landesbanken miteinander verglichen und im Hinblick auf Kosten und Nutzen gegeneinander abgewogen, wobei sich der Autor für das von ihm bevorzugte Szenario mit dem nach seiner Erkenntnis größtmöglichen Gewinn entscheidet.

Bibliografische Daten

Autor Philipp Goy
Titel Die Kontrolle der Landesbanken
Untertitel Ein Vergleich zwischen WestLB, BayernLB und Helaba
Seiten 178
Erscheinungsjahr 2012
Erscheinungsdatum 15.05.2012
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-8300-6406-0
eISBN (eBook) 978-3-339-06406-6
Schriftenreihe Studienreihe wirtschaftsrechtliche Forschungsergebnisse
Band 165

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