Doktorarbeit: Open Innovation im mittelständischen Maschinenbau

Open Innovation im mittelständischen Maschinenbau

Theoretische Fundierung und praktische Umsetzung

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 319

Hamburg 2012, 452 Seiten
ISBN 978-3-8300-6384-1 (Print & eBook)

Best-Practice Fallstudien, Betriebswirtschaftslehre, Fallstudien, Innovationsforschung, Innovationsmanagement, Innovationsprozess, KMU, Knowledge-based view, Maschinenbau, Mittelstand, Open Innovation, Unternehmenskultur, Unternehmensstruktur, Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaftswissenschaft, Wissensmanagement, Wissensressourcen

Zum Inhalt

Innovationen gelten schon lange nicht mehr als ‘Lone-Hero‘-Erfolgsgeschichten, sondern werden vielmehr durch die Interaktion und Vernetzung unterschiedlichster Akteure, wie bspw. Kunden, Lieferanten oder universitären Einrichtungen vorangetrieben. Hervorgerufen wird diese Entwicklung durch sich ständig verändernde wirtschaftliche und technologische Rahmenbedingungen, wodurch insbesondere der Ressource Wissen eine immer größere Bedeutung für den Erhalt der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit zugesprochen wird. Open Innovation beschreibt in diesem Zusammenhang die zielgerichtete Nutzung von Wissensressourcen über den gesamten Innovationsprozess mit dem Ziel, interne Entwicklungszeiten zu verkürzen und neue Märkte zu durchdringen. Sowohl in der wissenschaftlichen Forschung als auch auf Seiten der unternehmerischen Praxis trifft der Open Innovation Ansatz seit rund zehn Jahren auf rege Diskussionen. Bis heute wurden jedoch vor allem große, multinationale Unternehmen in den Fokus der Untersuchung gestellt. Zudem wurden in bisherigen Studien oftmals nur einzelne Prozesse betrachtet, sodass eine integrative Analyse von Einflussfaktoren zur erfolgreichen Umsetzung oftmals fehlt. Nach dem Verständnis dieser Studie kann der Open Innovation Ansatz nicht auf eine reine Einzelprozessbetrachtung (z.B. Integration von Lead-Usern, strategischen Allianzen etc.) reduziert werden, sondern resultiert vielmehr aus einer ganzheitlichen Betrachtung unterschiedlicher theoretisch, etablierter Methoden der Innovationsforschung. Es wird unterstellt, dass vor allem auch die Untersuchung kontextspezifischer Begleitumstände, wie bspw. die Unternehmenskultur und -struktur, zu einem tieferen Verständnis über die erfolgreiche Umsetzung von Open Innovation führt.

Die Autorin hat sich zum Ziel gesetzt, neben einer theoretischen Fundierung, erfolgswirksame Faktoren anhand von Best-Practice Fallstudien zu erforschen. Hierfür wurden neun hochinnovative Klein- und Mittelunternehmen aus dem Maschinenbau unter Verwendung qualitativer Forschungsmethoden näher untersucht. Die ganzheitliche Betrachtung legt den Fokus dabei auf die Analyse der Teilbereiche (1) Prozesse, (2) Strukturen, (3) Motivation und Ziele sowie (4) Akteure. Die empirische Analyse erfolgt strukturiert anhand der vorgestellten Kriterien und bezieht sowohl klassische KMU als auch die weiter gefassten Mittelständler in die Untersuchung mit ein.

Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass eine erfolgreiche Implementierung einer Open Innovation Strategie nicht auf einzelne theoretische Konstrukte heruntergebrochen werden kann. So stellen bspw. das Aufbrechen struktureller und funktioneller Engpässe oder der Abbau von kognitiven und emotionalen Barrieren sowie die Toleranz gegenüber Fehlern Grundvoraussetzungen für eine effektive Implementierung von Open Innovation dar. Die Studie liefert damit sowohl für den wissenschaftlich, wie den praktisch orientierten Leser konkrete Maßnahmen und Werkzeuge für eine erfolgreiche Umsetzung von Open Innovation im Unternehmen.



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