Doktorarbeit: Aktuelle Betrachtung des Glücksspielstrafrechts

Aktuelle Betrachtung des Glücksspielstrafrechts

Zur Frage der Strafbarkeit des Pokerspiels

Strafrecht in Forschung und Praxis, Band 218

Hamburg 2011, 372 Seiten
ISBN 978-3-8300-6033-8 (Print), ISBN 978-3-339-06033-4 (eBook)

Geschicklichkeitsspiel, Glücksspiel, Glücksspielmonopol, Glücksspielstaatsvertrag, Glücksspielstrafrecht, Internetglücksspiel, Kohärenzgebot, Poker, Pokerspiel, Rechtswissenschaft, Spielsucht, Strafrecht

Zum Inhalt

Der Autor untersucht die aktuelle Ausgestaltung des deutschen Glücksspielrechts, um eine Antwort auf die derzeit kontrovers diskutierte Frage zu finden, unter welchen Voraussetzungen sich Veranstalter oder Spieler eines Glücksspiels im Allgemeinen und eines Pokerspiels im Besonderen strafbar machen.

Im Anschluss an einen kurzen Überblick über die historische Entwicklung des Glücksspielstrafrechts und des Pokerspiels, werden zur Verdeutlichung der Notwendigkeit dieser Studie zunächst die wirtschaftliche Entwicklung des Glücksspielmarktes und das kriminologische Lagebild des Glücksspiels angesprochen.

Im Anschluss erfolgt zur besseren Verständlichkeit der folgenden Ausführungen ein kurzer Überblick über Spielregeln und Fachbegriffe des Pokerspiels in der heute beliebtesten und verbreitesten Variante Texas Hold`em.

Einen Schwerpunkt stellt die folgende Analyse der Tatbestandsmerkmale der Glücksspielnormen (§§ 284, 285 StGB) dar, wobei insbesondere der Frage nach dem Schutzgut und der Rechtfertigung dieser Glücksspieltatbestände nachgegangen wird. Äußerst umstritten und vermehrt Gegenstand juristischer Aufsätze ist darüber hinaus die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen sich das Pokerspiel als Glücksspiel oder als Geschicklichkeitsspiel darstellt.

Im folgenden Kapitel soll dem mit dem Glücksspiel untrennbar verbundenen Aspekt der Spielsucht Beachtung geschenkt und dabei erörtert werden, ob pathologisches Spiel Auswirkungen auf die Strafbarkeit der Spieler haben kann.

In den beiden anschließenden wichtigen Kapiteln wird schließlich untersucht, ob (und inwieweit) das Glücksspielstrafrecht gegen Verfassungs- und Europarecht verstößt. Besondere Bedeutung wird dabei aufgrund der Verwaltungsakzessorietät der strafrechtlichen Normen auch dem Glücksspielmonopol des in Landesrecht transformierten Glücksspielstaatsvertrags geschenkt. Nach Fertigstellung des Werkes konnten auch die von vielen als wegweisend bewerteten Urteile des EuGH vom September 2010 noch analysiert werden.

Das Buch schließt mit der Analyse der Probleme, die sich bei im Internet angebotenen Glücksspielen stellen, und einem kurzen Ausblick auf künftige Änderungen insbesondere im Bereich des Glücksspielstaatsvertrages.

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