Doktorarbeit: Studienbezogene Lern- und Arbeitsstörungen

Studienbezogene Lern- und Arbeitsstörungen

Entwicklung und Validierung eines Inventars einer multidimensionalen und handlungsorientierten Erfassung studienbezogener Lern- und Arbeitsstörungen

Schriften zur pädagogischen Psychologie, Band 50

Hamburg 2011, 186 Seiten
ISBN 978-3-8300-5578-5 (Print & eBook)

Aufschieberitis, Hochschulforschung, Lern- und Arbeitsstörungen, Lernstörung, Pädagogik, Pädagogisch-psychologische Diagnostik, Prokrastination, Psychologie, Psychosoziale Beratung, Student, Studierende, Studium, Testkonstruktion

Zum Inhalt

Lern- und Arbeitsstörungen, darunter die als „Aufschieberitis“ bekannte Prokrastination, sind unter Studierenden ein weit verbreitetes Phänomen. Neben dem Hang zum Aufschieben von Arbeitsaufträgen sind weitere Merkmale wie Konzentrationsschwierigkeiten oder Motivationsmangel zu finden, die eine effektive Bewältigung von Leistungsanforderungen verhindern oder maßgeblich stören.

Mit dem Inventar studienbezogener Lern- und Arbeitsstörungen (ISLA) wird erstmals ein umfassend theoretisch fundiertes Diagnoseinstrument vorgelegt, in dem alle Haupttestgütekriterien (Objektivität, Reliabilität und Validität) sowie ausgewählte Nebengütekriterien erfüllt sind. Zudem ist es hier gelungen, die klassische Testdiagnostik mit verhaltenstherapeutisch fundierten Prinzipien der funktionalen Verhaltensdiagnostik zu verbinden.

Die empirische Testkonstruktion erfolgte mittels verschiedener im Querschnitt sowie im Panel-Design erhobener studentischer Feldstichproben. Es wurden insgesamt 1400 Studierende unterschiedlicher Studienfächer (z.B. Medizin, Pädagogik, etc.), Studienabschnitte (1. bis 5. Fachsemester) sowie Hochschultypen (z.B. Universität, Fachhochschule etc.) untersucht.

Im ISLA wird eine theoriegeleitete multidimensionale Diagnostik umgesetzt, bei der die individuellen Merkmalsausprägungen der Problematik, die spezifischen bio-psycho-sozialen Bedingungen sowie Präventions- und Copingstrategien erfasst werden. Die erhobenen diagnostischen Befunde liefern die Grundlage für eine adaptive Beratung. Die beiden Prozesse Diagnostik und Beratung sind somit in idealer Weise miteinander verknüpft und ermöglichen eine effektive individualisierte Planung und Evaluation der psychosozialen Beratung von Studierenden mit Lern- und Arbeitsstörungen.

Link der Autoren

PH Freiburg, Fakultät für Bildungswissenschaften, Institut für Psychologie

    

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