Doktorarbeit: Die Entwicklung forstlicher Zusammenschlüsse in Bayern

Die Entwicklung forstlicher Zusammenschlüsse in Bayern

Ein akteurtheoretischer Erklärungsansatz

SOCIALIA – Studienreihe soziologische Forschungsergebnisse, Band 109

Hamburg , 234 Seiten

ISBN 978-3-8300-5058-2 (Print)
ISBN 978-3-339-05058-8 (eBook)

Zum Inhalt

Forstliche Zusammenschlüsse bilden seit dem Gesetz über forstliche Zusammenschlüsse 1969 zentrale Instrumente der Waldpolitik in Deutschland. Vor dem Hintergrund der Besitzzersplitterung des Privatwaldes kommt diesen in der Bündelung gemeinsamer Interessen und der Kooperation von Waldbesitzern die wichtige Aufgabe zu, Strukturnachteile auszugleichen.

Bezogen auf Bayern wird im Waldpakt (2004) die künftige Schlüsselrolle forstlicher Selbsthilfeeinrichtungen vor allem im Hinblick auf die Weiterführung einer flächendeckend nachhaltigen Waldbewirtschaftung betont. Gleichzeitig gestaltet sich die Landschaft der bäuerlichen Selbsthilfeeinrichtungen zu diesem Zeitpunkt als vielfältig. Sie reicht vom ehrenamtlich geführten Verein bis zum hauptamtlich organisierten Dienstleistungsunternehmen.

Um die derzeitigen strukturellen Differenzierungen aus soziologischer Perspektive erklären und verstehen zu können mündet das zentrale Erkenntnisinteresse dieses Buches in der Fragestellung: Welche exogenen und endogenen Umweltsituationen haben die Gründung und Entwicklung der sozialen Gebilde bislang beeinflusst und welche aggregierten Folgen lassen sich damit erklären?

Die Beantwortung der Frage nach der Entstehung und dem Wandel der Organisationen erfolgt auf der empirischen Basis retrospektiver, mit Zeitzeugen geführter narrativer Interviews. Deren Auswertung fußt auf der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring. Essers Mehr-Ebenen-Modell und das Ressourcenmodell nach Vanberg bilden die Grundlage um die kollektiven Zusammenhänge innerhalb eines theoretischen Bezugsrahmens abstrahieren zu können.

Die Ergebnisse skizzieren wichtige, im Zusammenhang mit dem Wandel der forstlichen Zusammenschlüsse stehende, Umwelt- und Binnenfaktoren. Darüber hinaus werden die sich ändernden Mitgliedsrollen und deren strukturelle Folgen innerhalb der freiwilligen Interessenorganisation diskutiert.

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