Dissertation: Römische Ehe und nichteheliche Lebensgemeinschaft verglichen mit modernen Konzepten

Römische Ehe und nichteheliche Lebensgemeinschaft verglichen mit modernen Konzepten

Studien zum Familienrecht, Band 28

Hamburg 2010, 154 Seiten
ISBN 978-3-8300-4645-5 (Print), ISBN 978-3-339-04645-1 (eBook)

Altrömische Zeit, Ehe, eingetragene Lebensgemeinschaft, Familienrecht, Klassische Zeit, Konkubinat, Lebensgemeinschaft, Nichteheliche Lebensgemeinschaft, Rechtswissenschaft

Zum Inhalt

Vor einiger Zeit haben Diskussionen über die Themenbereiche Ehe und Homosexualität sowie deren mögliche Vereinbarkeit und damit unmittelbar in Zusammenhang stehend, die nichteheliche Lebensgemeinschaft, Bewegung in die politische Landschaft unseres Landes gebracht. Neben dem „klassischen Familienbild“ werden Menschen des 21. Jahrhunderts auch zunehmend mit anderen Formen des Zusammenlebens, beispielsweise (nichtehelichen) Lebensgemeinschaften gleichgeschlechtlicher Partner konfrontiert.

Ausgehend von den eben genannten Diskussionspunkten hat sich die Autorin entschlossen, das Recht der Ehe und nichtehelichen Lebensgemeinschaft in historischer Sicht aufzuarbeiten, um dann mögliche Reformvorschläge besser begutachten zu können.

Im Rahmen dieser Untersuchung sollen zunächst sämtliche Möglichkeiten einer Verehelichung im klassischen Rom und deren bezeichnenden Eigenschaften untersucht werden. Das besondere Augenmerk liegt hierbei auf der Überprüfung der Elemente, die für eine römische Ehe charakteristisch sind und Rückschlüsse auf eine mögliche „Rechtsnatur“ einer Ehe in der antiken Welt dokumentieren. Beachtung findet auch der Aspekt, ob Quellen römischer Juristen Anhaltspunkte dafür liefern, dass Eheschließungen zwischen Gleichgeschlechtlichen rechtliche Relevanz erlangten.

Den eigentlichen Kernbereich dieser Studie bildet jedoch die Auseinandersetzung mit Quellen, die Hinweis dafür liefern sollen, ob es sich bei einer römischen Ehe in klassischer Zeit um ein soziales Faktum handelte oder doch um ein Rechtsverhältnis.

Weiters wird versucht, das Wesen und die Wirkungsweisen einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft - ausgehend von der klassischen Epoche bis hin zur justinianischen Zeit - darzustellen.

Abschließend wird ein prägnanter Ausblick auf eine mögliche Reformierung des geltenden Eherechts, unter besonderer Berücksichtigung homosexueller Paare, geliefert.

Ziel der Untersuchung ist es, die Frage des rechtlichen Charakters einer römischen Ehe zu prüfen, und in einem Vergleich mit dem modernen Recht Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erarbeiten.



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