Dissertation: Hochschulautonomie und Zielvereinbarungen

Hochschulautonomie und Zielvereinbarungen

Neue Instrumente der Hochschulsteuerung und ihre Vereinbarkeit mit der akademischen Selbstverwaltung

Autonomie, Hochschulautonomie, Hochschule, Hochschulmanagement, Hochschulpolitik, Kontraktmanagement, Öffentliches Recht, Pädagogik, Verwaltungsrecht, Wissenschaftsfreiheit, Zielvereinbarungen

Zum Inhalt

Seit Beginn der 1990er Jahre hat sich im Kontext des so genannten „Neuen Steuerungsmodells“ das traditionelle Verhältnis zwischen Hochschulen und Staat stark verändert. Dabei werden an den Hochschulen vermehrt auch Koordinationsinstrumente der betriebswirtschaftlichen bzw. verwaltungswissenschaftlichen Organisationslehre erprobt. Zu diesen Koordinationsinstrumenten zählt insbesondere der Einsatz von Zielvereinbarungen.

Dennoch zeigt die Praxis, dass gut 10 Jahre, nachdem in Baden-Württemberg, Bayern und Niedersachsen die ersten Zielvereinbarungen im Hochschulbereich abgeschlossen wurden, eine Vielzahl tatsächlicher und juristischer Fragen noch immer weitestgehend ungeklärt geblieben ist. Eine davon betrifft das Verhältnis zwischen Zielvereinbarungen und Hochschulautonomie. Hat sich durch den Einsatz von Zielvereinbarungen die Stellung der Hochschulen im Verhältnis zum Staat bzw. das Verhältnis der Fakultäten und einzelner Hochschulmitglieder zur Hochschulleitung verbessert? Fördern Zielvereinbarungen die Hochschulautonomie in hinreichendem Maße? Oder stellen Zielvereinbarungen unter dem Deckmantel des hochschulfreundlichen Verhaltens sogar eine Gefährdung des Autonomieprozesses dar?

Der Verfasser geht diesen Fragenstellungen nach. Nach einer ausführlichen Darstellung der Hochschulautonomie als Maßstab der Untersuchung sowie einer Beschreibung des unterschiedlichen Einsatzes von Zielvereinbarungen an Hochschulen werden dabei auch die gesetzlichen Grundlagen in den aktuellen Landeshochschulgesetzen analysiert und bewertet. Insofern leistet die Studie einen wertvollen Beitrag zur hochschulpolitischen Diskussion rund um den Einsatz von Zielvereinbarungen. Sie ist für Hochschulpolitiker, Mitarbeiter der Hochschulverwaltung sowie einzelne Hochschulmitglieder gleichermaßen lesenswert.



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