Dissertation: The Portrait of the Maori‘s Cultural Treasures in Alan Duff‘s Work

The Portrait of the Maori‘s Cultural Treasures in Alan Duff‘s Work

Taonga

Studien zur Anglistik und Amerikanistik, Band 14

Hamburg 2009, 258 Seiten
ISBN 978-3-8300-3660-9 (Print & eBook)

Alan Duff, Alkoholmissbrauch, Drogenabhängigkeit, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Maori Renaissance, Philologie, Sozialkritik, Suburban Maori, Vernachlässigung der Kinder

Zum Inhalt

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Alan Duffs Romane behandeln in erster Linie postkoloniale Probleme und die Verhältnisse der Menschen in den sozial-ökonomisch unterprivilegierten Ghettos der Städte und Metropolen Neuseelands, die aus geschichtlichen, sozialen und ökonomischen Gründen vor allem von den Nachkommen der polynesischen Ureinwohner bewohnt werden. Die bestehenden Schwierigkeiten wurden einerseits durch die offizielle Politik der strikten Assimilierung, aber auch durch die im Lauf der Zeit nicht zu vermeidende Akkulturation und die Weiterentwicklung der traditionellen Kultur hervorgerufen, andererseits aber besonders durch die Inbesitznahme und Enteignung des für die Maori kulturell so bedeutsamen Landes von den Europäern.

Duff ist Halb-Maori und wuchs größtenteils in der Maorigemeinschaft auf, er bezeichnet sich als Maori, sieht jedoch viele Nachteile der traditionellen Kultur in der heutigen Zeit und möchte eine Änderung in der Einstellung der Menschen und ihrer Gewohnheiten herbeiführen. In Duffs Erleben eines unsicheren, von Brutalität und Alkoholexzessen geprägten Elternhauses zeigen sich viele Parallelen zu den geschilderten Verhältnissen in seinem Werk. Dadurch, dass er die überwiegend trostlosen Verhältnisse in den hauptsächlich von Maori bewohnten Stadtteilen so schonungslos darstellt, ist er sowohl von den konservativen Traditionsbewahrern als auch von radikalen Erneuerern des 'Maori bashing' und als Nestbeschmutzer bezeichnet worden. Andererseits bekannten viele bis dahin selbstzufriedene, unkritische Neuseeländer, ihnen seien jetzt die Augen für die herrschenden Zustände geöffnet worden. Gegenüber seinen heftigen Kritikern hat Duff auf seine schriftstellerische Position hingewiesen, die ohne Übertreibung die subjektiv empfundene, ungeschönte Darstellung des gesellschaftlichen und räumlichen Zustands in diesen vernachlässigten Gebieten zum Ziel hat, aber nicht unbedingt für Verallgemeinerungen und Schlüsse auf die Lebensumstände der Maori geeignet ist.



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