Dissertation: Globales Erbe und regionales Ungleichgewicht: Die Repräsentativitätsprobleme der UNESCO-Welterbeliste

Globales Erbe und regionales Ungleichgewicht:
Die Repräsentativitätsprobleme der UNESCO-Welterbeliste

Schriften zur internationalen Politik, Band 19

Hamburg 2007, 410 Seiten
ISBN 978-3-8300-3031-7 (Print), ISBN 978-3-339-03031-3 (eBook)

Internationale Beziehungen, Internationale Politik, Kulturerbe, Kulturgüterschutz, Naturerbe, Politikwissenschaft, UNESCO, Vereinte Nationen, Welterbe

Zum Inhalt

Die 1972 verabschiedete UNESCO-Welterbekonvention hat zum Ziel, das kulturelle und natürliche Erbe von „außergewöhnlichem universellem Wert“ überall in der Welt gleichermaßen zu schützen. Die Welterbeliste spiegelt diese Zielsetzung nur bedingt wider, denn sie ist in vielfältiger Weise unausgewogen. Das Kulturerbe macht etwa drei viertel aller Welterbestätten aus und rund die Hälfte davon sind Zeugnisse westlicher Kulturen.

Das Buch untersucht die Ursachen dieser „Repräsentativitätsprobleme“ und die Versuche, sie durch Reformen zu beheben. Die Autorin geht auf die historische Entwicklung des Welterbes ebenso ein, wie auf die gegenwärtige normative Ausgestaltung durch die Welterbekonvention und ihre Institutionen. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Analyse der verschiedenen Welterbeakteure. Dabei zeigt sich, dass hinter Diskussionen um scheinbar technische Fragen des Denkmalschutzes häufig politische Auseinandersetzungen verborgen sind. Diese politische Dimension des Welterbes wird anhand zahlreicher Beispiele kenntnisreich dargestellt. Darüber hinaus erklärt Nikola Braun, wie die Strukturen des Welterberegimes bestimmte Staaten bei Einträgen in die Welterbeliste begünstigen oder benachteiligen können. Außerdem werden die zahlreichen Initiativen geschildert, die zum Ziel haben, die Repräsentativität der Welterbeliste zu verbessern.

Diese Studie ist nicht nur die umfangreichste Darstellung, die in deutscher Sprache bislang zur Entwicklung der UNESCO-Welterbekonvention erschienen ist. Es handelt sich zudem um die aktuellste Publikation, die sich umfassend und kritisch mit den politischen Aspekten des Welterbes auseinandersetzt.



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