Dissertation:

"Hispanisierung" in Neu-Spanien 1519-1568

In drei Bänden

Studien zur Geschichtsforschung der Neuzeit, Band 45

Hamburg 2005, 874 Seiten
ISBN 978-3-8300-2070-7

Rezension

Mit der breit angelegten Thematik seiner 2004 in Köln angenommenen Dissertation stellte sich Felix Hinz eine große Aufgabe. Der Titel steckt einerseits den zeitlichen Rahmen ab und verweist andererseits auf die zentrale Fragestellung des Buches, nämlich inwiefern die Hispanisierungspolitik der spanischen Krone in der intendierten Form realisiert werden konnte. [...] Zusammenfassend betrachtet bietet die Dissertation von Felix Hinz eine Fülle von Informationen zu zahlreichen Einzelproblemen, die mit der größeren Thematik der Conquista Mexikos verbunden sind. Wenngleich man in mehreren Fragen zu anderen Schlussfolgerungen kommen mag, gelingt es Felix Hinz doch deutlich herauszuarbeiten, wie es allmählich zur Transformation der kollektiven Identitäten von Mexica und Tlaxcalteken kam, warum dabei aber nur teilweise eine Hispanisierung stattfand.

Iris Gareis, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, in:
H-Soz-u-Kult, 11.04.2008


Altmexikanistik, Azteken, Conquista, Geschichtswissenschaft, Hispanoamerika, Historiographie, Kulturwandel, Mission

Zum Inhalt

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Das Projekt einer zusammenfassenden Analyse der Transformationsprozesse im Mexiko des 16. Jahrhunderts lag wegen der zeitgenössischen und heutigen Bedeutung des Themas eigentlich auf der Hand, wurde aber in dieser Form von Historikern bisher nur zögerlich aufgenommen.

Stellte die Conquista Mexikos tatsächlich einen radikalen Bruch in der Lebenswelt der Nahuas dar, oder entspricht diese Interpretation heutigem Unverständnis hinsichtlich der damaligen Transformationsprozesse? - Es mangelte bisher an einer historischen Untersuchung, die den zeitlichen Rahmen so wählt, daß der Veränderungsprozeß unter Berücksichtigung des Vorher und Nachher erkennbar wird, die das heutige Wissen über die Nahuakulturen auch auf die Geschichte der Conquista anwendet, die das Reziproke des folgenden Wandels kollektiver Identitäten aufzeigt und versucht, diesen Prozess mit Hilfe von geeigneten Theorieansätzen und Begriffen zu systematisieren. Die tatsächliche Bedeutung der Eroberung Mexikos durch Hern?n Cort?s wird erst im breiten historischen Kontext deutlich.

Eine umfassende, systematische Studie setzt Akzente am geschichtlichen Scheideweg zu einer neuen Welt und einem neuen Denken.

Der Autor stellt ein ausführliches Expos? mit Kapitel-Übersicht bereit unter http://www.motecuhzoma.de



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