Dissertation: Ökonomische Teilchen und produktionstechnisches Potential

Ökonomische Teilchen und produktionstechnisches Potential

Ein Teilchenkonzept in einer wirtschaftswissenschaftlichen Umsetzung der Gibbs-Falk-Dynamik

KONJUNKTUR – Studien zur innovativen Konjunktur- und Wachstumsforschung, Band 3

Hamburg 2005, 274 Seiten
ISBN 978-3-8300-1968-8 (Print & eBook)

Alternative Wirtschaftstheorie, Gibbs-Falk-Dynamik, Risikokapital, Volkswirtschaftslehre, Wachstumsforschung, Wachstumstheorie, Wirtschaftswissenschaft

Zum Inhalt

Die Untersuchung „Ökonomische Teilchen und produktionstechnisches Potential“ liefert einen Beitrag zur Ausgestaltung der Alternativen Wirtschaftstheorie, welche sich an den Strukturen einer allgemeinen quantitativen Systemtheorie, der Gibbs-Falk-Dynamik, orientiert. Die Arbeit unterbreitet hierbei einen Vorschlag zu der Frage, welche Größe als Kennzahl zur Abbildung der Neigung und Fähigkeit von Wirtschaftssubjekten (oder allgemeiner: ökonomischen „Teilchen“) zur Bildung von Anlagevermögen dienen kann. Hierdurch soll eine Beziehung zwischen der reinen Zahl agierender Wirtschaftssubjekte und dem Kapitalstock einer Volkswirtschaft hergestellt werden.

Aufbauend auf Ergebnissen der empirischen Wachstums- und Innovationsforschung sowie unter Berücksichtigung der Diskussion um die Eigenkapitallücke als Ursache für wirtschaftliche Wachstumsschwächen wurde die Haltbarkeit verschiedener Hypothesen zur unternehmerischen Wachstumsfähigkeit einer empirischen Überprüfung unterzogen. Aus Jahresabschlussveröffentlichungen wurde zu diesem Zweck eine Zufallsstichprobe von 400 Unternehmen gezogen, deren Bilanzentwicklung über einen Zeitraum von drei Jahren hinweg zielbezogen analysiert wurde. Die hierbei ermittelten Beziehungsgeflechte wurden wiederum in Relation zu längerfristigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen gesetzt und erwiesen sich auch hierbei als aussagekräftig.

Die Testresultate liefern sowohl für die Betriebswirtschaftslehre als auch die volkswirtschaftliche Wachstumsforschung aufschlussreiche Erkenntnisse: Einerseits muss die Bedeutung der Eigenkapitalquote, welche regelmäßig als Indikator für die Wachstumsfähigkeit von Unternehmen herangezogen wird, ganz erheblich relativiert werden. Andererseits erweist sich der gesamtwirtschaftlich ausgewiesene Bestand an Eigenmitteln als solide Größe, wenn es um die Beurteilung des Innovationswillens eines Wirtschaftssystems geht.

Die Arbeit wurde speziell auf die Erfordernisse der Alternativen Wirtschaftstheorie zugeschnitten. Ihre Zwischenergebnisse können jedoch problemlos auch für Untersuchungen zur wirtschaftlichen Wachstumskraft innerhalb anderer wissenschaftstheoretischer Bezugsrahmen als Ausgangsbasis Verwendung finden.



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