Doktorarbeit: Walter Benjamins Trauerspielbuch und das barocke Trauerspiel

Walter Benjamins Trauerspielbuch und das barocke Trauerspiel

Rezeption, Konstellation und eine raumbezogene Lektüre

POETICA – Schriften zur Literaturwissenschaft, Band 83

Hamburg 2005, 266 Seiten
ISBN 978-3-8300-1915-2 (Print & eBook)

Andreas Gryphius, Barock, Daniel Casper von Lohenstein, Deutsches Trauerspiel, Literaturwissenschaft, Pedro Calderón de la Barca, Schlesien, Walter Benjamin

Zum Inhalt

Walter Benjamins Habilitationsschrift »Ursprung des deutschen Trauerspiels« stellt den Höhepunkt seines frühen Denkens dar und wirkt weiter auf seine spätere Phase. Der erste Teil dieser Studie will einen Überblick über den Forschungsstand der Arbeiten zum Trauerspielbuch geben, was eine notwendige Voraussetzung für weitere Trauerspielbuch-Studien ist. Dabei geht es nicht nur um die Darstellung der verschiedenen Positionen in den Trauerspielbuch-Interpretationen der bisherigen Studien, sondern auch um die kritische Auseinandersetzung mit ihnen. Da Benjamin die Form-Idee des deutschen Barocktrauerspiels methodisch anhand seiner Ideen- und Darstellungslehre darzustellen versucht, ist es zum Verständnis des Trauerspielbuchs unumgänglich, deren praktische Anwendung darin herauszustellen.

Der zweite Teil dieser Arbeit will durch die Untersuchung der strukturellen Zusammenhänge der Benjaminschen Darstellung greifbar machen, dass die gesamte Struktur des Trauerspielbuchs durch die erkenntniskritische Betrachtungsweise Benjamins gesteuert ist und dass seine Darstellungspraxis und Darstellungstheorie einander entsprechen. Der dritte Teil, der die Möglichkeit einer Lektüre der Barockdramen in bezug auf das Trauerspielbuch überprüfen will, findet ein Medium für diesen Dialog im spezifischen Raumzusammenhang des barocken Trauerspiels, dem Benjamin in seinem Buch besondere Aufmerksamkeit gibt. Durch die raumbezogene Lektüre des barocken Trauerspiels erhält man die Chance, sowohl den speziellen Charakterzügen jedes einzelnen Dramas als auch den Charakterzügen der Form-Idee des barocken Trauerspiels gerecht zu werden sowie die Spannung und Entsprechung zwischen beiden zu ermessen.



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