Doktorarbeit: Der Zweitspracherwerb beim Kind

Der Zweitspracherwerb beim Kind

Eine Studie am Beispiel des Erwerbs des Deutschen durch drei russischsprachige Kinder

PHILOLOGIA – Sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 69

Hamburg 2005, 526 Seiten
ISBN 978-3-8300-1797-4 (Print), ISBN 978-3-339-01797-0 (eBook)

Code-Switching, Grammatikerwerb, Kindersprache, Linguistik, Spracherwerb, Sprachwissenschaft, Wortschatzentwicklung, Zweitspracherwerb

Zum Inhalt

Wie erlernen Kinder eine zweite Sprache? Greifen Kinder auf ihre Erstsprache zurück? Machen ausländische Kinder mehr Fehler beim Spracherwerb als einsprachige? Verläuft der Zweitspracherwerb im Vorschulalter anders als Erstspracherwerb? Das Buch geht auf diese mit dem Zweitspracherwerb verbundenen Probleme detailliert ein.

Im Mittelpunkt der Betrachtung steht die Frage, wie russischsprachige Kinder im Vorschulalter die deutsche Sprache erlernen. Zwei großen Schwerpunkten widmet sich dabei dieses Buch. Zunächst wird dem Grammatikerwerb von russischsprachigen Kindern nachgegangen. Es wird untersucht, wie etwa russischsprachige Kinder die Wortstellung des Deutschen erlernen, wie bei ihnen der Erwerb von Fragesätzen und Negation verläuft. Das Erlernen grammatischer Strukturen des Deutschen stellt sich als ein sukzessiver Prozess dar. Die Kinder durchlaufen verschiedene Entwicklungsstufen, bis sie die Grammatik der Zielsprache beherrschen. Dabei greifen sie auf ihr Wissen aus der Erstsprache zurück und verfügen zugleich über Übergangsgrammatiken, die durch die Struktur der Zweitsprache begründet werden.

Weiterhin wird die Entwicklung des Wortschatzes analysiert. Dabei wird das Hauptaugenwerk auf die Erweiterung des Wortschatzes und seine semantische Differenzierung gelegt. Nicht zuletzt ist die Frage interessant, nach welchen Prinzipien die Kinder ihre beiden Sprachen trennen und in welchen Situation es zu einem Sprachwechsel kommt. Für die erfolgreiche Sprachentrennung sind außersprachliche Faktoren, etwa die positive Einstellung der Eltern und des Kindes selbst zur Zweisprachigkeit, die emotionale und sprachliche Zuwendung seitens der Eltern sowie der Umgebung, von großer, oft sogar von entscheidender Bedeutung.



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