Doktorarbeit: Die Kammermusik von Karl Joseph Toeschi

Die Kammermusik von Karl Joseph Toeschi

Ein Beitrag zur Musik der Mannheimer Schule mit einem thematischen Verzeichnis

Studien zur Musikwissenschaft, Band 6

Hamburg 2005, 354 Seiten
ISBN 978-3-8300-1674-8 (Print), ISBN 978-3-339-01674-4 (eBook)

Flötenquartett, Kammermusik, Karl Joseph Toeschi, Kulturwissenschaft, Mannheimer Schule, Musikwissenschaft, Streichquartett, Streichtrio, Vorklassik

Zum Inhalt

Karl Joseph Toeschi (1731-1788), aus einer italienischen Musikerfamilie stammend, war Konzertmeister und Direktor der Kammermusik am Hofe des Kurfürsten Carl Theodor in Mannheim, einem der musikalischen Zentren in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Der Mannheimer Stil und das Mannheimer Orchester beeindruckten nicht nur Mozart und Gluck, sondern waren für die Entwicklung der Spieltechnik und die Ausprägung der Wiener Klassik bedeutungsvoll. Die Musik der Mannheimer Schule beherrschte zeitweise das Konzertleben in Paris.

Obwohl die Kammermusik Toeschis von über 26 Verlegern in Amsterdam, London, Paris und Mannheim gedruckt wurde, ist sie heute praktisch unbekannt. Die weite Verbreitung bezeugt jedoch, dass der „galante“ Stil und die unproblematische Faktur dieser Musik den Erwartungen der Hörer und Spieler voll entsprochen haben. Anhand einer umfassenden Bibliotheksrecherche gibt der Verfasser erstmals einen genauen Überblick über den Umfang dieses Oeuvres, aus dem die Flötenquartette als spezielle Besonderheit herausragen. Er behandelt das Leben und das musikalische Umfeld Toeschis und liefert dabei aufschlussreiche Einblicke in die Mannheimer Musikpraxis. Nach ausführlicher Darstellung der Quellenlage werden die einzelnen Gattungen und Formen eingehend untersucht und ihre Strukturen analysiert. Der Verfasser arbeitet anhand zahlreicher Beispiele verschiedene Typen heraus, die eine grosse Variationsbreite innerhalb der gängigen Formen belegen. Es entsteht so ein differenziertes Bild eines Teilgebiets der bislang kaum untersuchten Kammermusik zwischen Barock und Wiener Klassik. Zahlreiche Notenbeispiele und Diagramme verdeutlichen den Text; daneben ermöglicht ein umfangreiches thematisches Werkverzeichnis mit Angabe der Fundorte den Zugriff und die weitere Auseinandersetzung mit dem Werk Toeschis, das in Neuausgaben praktisch nicht vorliegt.



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