Dissertation: Die minoisch-mykenische Säule

Die minoisch-mykenische Säule

Form und Verwendung eines Bauglieds der ägäischen Bronzezeit

ANTIQUITATES – Archäologische Forschungsergebnisse, Band 27

Hamburg , 512 Seiten

ISBN 978-3-8300-1360-0 (Print)

Zum Inhalt

Diese Dissertation befasst sich mit der minoisch-mykenischen Säule, die während des 2. Jts v. Chr. in der Architektur der ägäischen Bronzezeit Verwendung fand. Da Schaft und Kapitell der Säule aus Holz waren, ist heute in der Regel nur die steinerne Basis erhalten. In manchen Fällen haben sich jedoch Abdrücke des Säulenschaftes in Lehm oder Stuck gefunden. Neben den Überresten der Realarchitektur existieren sowohl Darstellungen von Säulen in Relief, Kleinkunst und Wandmalerei als auch eine große Anzahl von Säulenmodellen aus Elfenbein.

Einen wichtigen Bestandteil dieser Arbeit bildet der knapp 800 Einträge umfassende und nach Materialgattungen gegliederte Katalog. Die dort aufgelisteten Säulenbasen lassen sich anhand ihrer Form in verschiedene Gruppen einteilen. Die Abdrücke der heute meist vergangenen Säulenschäfte werden auf ihre Form hin untersucht. Wichtig ist hierbei die Frage, ob die minoisch-mykenische Säule stets einen sich nach unten verjüngenden Schaft besessen hat. Die Darstellungen in der Glyptik bzw. auf den erhaltenen Siegelabdrücken sind wegen ihrer oftmals summarischen Gestaltung für eine genaue Formuntersuchung nur von bedingtem Wert. Sie können jedoch Aussagen über die Verwendung der minoisch-mykenischen Säule in bestimmten Kontexten zulassen. Die aus Holz, Knochen, v.a. jedoch aus Elfenbein gefertigten Säulenmodelle geben in großem Maße Auskunft über die Form von Kapitell und Säulenschaft. Die wenigen minoischen Hausmodelle liefern Erkenntnisse zur Verwendung der minoischen Säule im architektonischen Kontext. Die Darstellungen der Säule in der Wandmalerei und auf Reliefs runden das so gewonnene Bild ab.

Neben Formausprägung und Bautechnik wird ebenfalls auf den architektonischen Kontext der minoisch-mykenischen Säule eingegangen. Es handelt sich hierbei um verschiedene Gebäudetypen der Haus-, Villen- und v. a. der Palastarchitektur; hervorzuheben ist die Verwendung von steinernen Halbsäulen an repräsentativen Grabfassaden.

Neben den archäologischen Befunden werden ebenso die antiken Schriftquellen miteinbezogen, in denen die minoisch-mykenische Säule möglicherweise Erwähnung findet.

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