Doktorarbeit: Die nichteheliche Lebensgemeinschaft in der spanischen Rechtsordnung

Die nichteheliche Lebensgemeinschaft in der spanischen Rechtsordnung

Studien zur Rechtswissenschaft, Band 131

Hamburg , 520 Seiten

ISBN 978-3-8300-1175-0 (Print)

Zum Inhalt

Die Verfasserin stellt in ihrem Werk “Die nichteheliche Lebensgemeinschaft in der spanischen Rechtsordnung § die Rechtslage der nichtehelichen Lebensgemeinschaften, sowohl die verschiedengeschlechtliche wie die gleichgeschlechtliche in Spanien dar.

Die Arbeit beginnt mit der Beschreibung des verfassungsrechtlichen Rahmens in Spanien und enthält eine vergleichende Ausführung zur Verfassungslage in Deutschland. Obwohl der Begriff “Ehe? in beiden Rechtsordnungen gleich verstanden wird, treten bei dem Verständnis des Begriffs “Familie? grundlegende Unterschiede auf.

Weiter wird die Lage, die sich aus dem gesetzten Recht ergibt, dargestellt. Da es im gesamtspanischen Recht noch keine umfassende Regelung gibt, werden zunächst einmal die Initiativen für Gesamtspanien dargestellt. Im folgenden werden ausführlich die bereits bestehenden gesetzlichen Regelungen in den Autonomen Gemeinschaften analysiert. Der für den deutschen Leser erforderliche verfassungsrechtliche Hintergrund wird gegeben. So werden u.a. die sogenannten Foralrechte dem Leser vertraut gemacht. Zum Vergleich wirft nunmehr die Verfasserin einen Blick auf das deutsche Recht. Nachdem die gesetzlichen Grundlagen dargestellt worden sind, wendet sich die Verfasserin der rechtlichen Behandlung einzelner Problemkreise im spanischen Recht zu. Die Darstellung orientiert sich daran, wie die Rechtsprechung Probleme löst, wenn kein ausdrückliches Gesetz für nichteheliche Lebensgemeinschaften vorhanden ist. Die behandelten Problemkreise beziehen sich auf: den Unterhalt (während der Lebensgemeinschaft und nach der Trennung), die Wohnung, die güterrechtliche Abwicklung der Lebensgemeinschaft, die Schadenersatzansprüche bei der Trennung der Lebensgemeinschaft, die Schadenersatzansprüche gegen Dritte wegen Tötung des Partners, die Ansprüche auf Witwen/Witwerrente und das Erbrecht.

Im Anschluss werden zu denselben Bereichen die bereits vorhandenen Stellungnahmen und Vorschläge der spanischen Literatur gebracht.

Der Arbeit beigefügt ist ein umfangreicher Anhang mit Materialien zu den untersuchten Fragen.
Es ist interessant zu sehen, wie ein Land, das noch heute in Deutschland als konservativ und sehr von der katolischen Kirche geprägt angesehen wird, sich gesellschaftlich derart verändert hat und gegenüber nichtehelichen Lebensgemeinschaften grundsätzlich eine tolerantere Haltung entnimmt als das deutsche Recht.

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