Diplomarbeit: Der Delfin als Medium in der Therapie

Der Delfin als Medium in der Therapie

Schriften zur Sportwissenschaft, Band 40

Hamburg , 152 Seiten

ISBN 978-3-8300-0913-9 (Print)

Zum Inhalt

„Das Delfinwunder!“ oder „Dr. Flipper macht Kinder wieder gesund!“ - diese oder ähnliche Schlagzeilen begegnen uns in Zeitschriften und Fernsehmagazinen und wecken den Glauben an ein Mirakel. Durch bunte Bilder von Kindern und Delfinen im Wasser oder wundersam anmutende Erzählungen erfährt der Leser oder Zuschauer, daß ein Zusammentreffen mit Delfinen das Leben grundlegend verändern kann.

Doch was steckt hinter dem Mythos Delfin? Das Buch orientiert sich an Vorträgen und Forschungsergebnissen von Dr. David Nathanson - dem Begründer der Dolphin-Assisted Therapy. Alexa Mersch analysiert in einer Feldstudie, in Nathansons Therapiezentrum in Florida, die Durchführung und Wirkung der Delfintherapie.

Im Vorfeld der wissenschaftlichen Untersuchung wird die Frage nach der Intelligenz des Delfins kritisch beleuchtet. Außerdem nennt die Autorin elementare Meilensteine in der Entstehung der Delfintherapie und berichtet über Dr. Nathansons Forschungsstudien, deren positive Ergebnisse ihn zur Entwicklung der Dolphin-Assisted Therapy veranlassten.

Um sich wissenschaftlich mit der Wirkung von Dr. Nathansons Behandlungskonzept auseinandersetzen zu können, das den Delfin als positiven Verstärker in der Therapie einsetzt, werden selbstverständlich auch die theoretischen Grundlagen der Verhaltenstherapie kurz dargelegt.

In der Feldstudie wird in praktischer Auseinandersetzung mit den therapeutischen Überlegungen und Zielen der Dolphin-Assisted Therapy die Therapie dreier behinderter Kinder aus Deutschland beobachtet und analysiert. Der Schwerpunkt liegt auf der Auswertung der Behandlungsprotokolle, von Interviews der Eltern unmittelbar nach Abschluss der Therapie und eines Fragebogens zur Verhaltens- und Fähigkeitsentwicklung sechs Monate nach Beendigung der Delphintherapie. Die Leitgedanken der Analyse werden vorbestimmt durch die individuellen Therapieziele der betroffenen Kinder. Diese wurden vornehmlich in den Bereichen Konzentration, Kommunikation, Befolgen einfacher Anweisungen, „social skills“ und „behavioral compliance“ gefördert. Auch die Realisierung die didaktisch-methodische Arbeit der Therapeuten hinsichtlich der individuellen Therapieziele wird in die Analyse mit einbezogen.

In der abschließenden Methoden- und Therapiediskussion werden die Erfolge sowie Möglichkeiten und Grenzen der Delfintherapie aufgrund der vorliegenden Daten kritisch erörtert.

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