Doktorarbeit: Internationaler Handel und unfreiwillige Arbeitslosigkeit

Internationaler Handel und unfreiwillige Arbeitslosigkeit

Schriftenreihe volkswirtschaftliche Forschungsergebnisse, Band 76

Hamburg , 340 Seiten

ISBN 978-3-8300-0683-1 (Print)

Zum Inhalt

In dieser Arbeit werden die Möglichkeiten und Grenzen der theoretischen Analyse und Integration des Phänomens unfreiwilliger Arbeitslosigkeit in allgemeine Gleichgewichtsmodelle offener Volkswirtschaften untersucht.
Zunächst wird das Walras oder Arrow-Debreu allgemeine Gleichgewichtskonzept im Lichte unfreiwilliger Arbeitslosigkeit neu bewertet und mit dem allgemeinen Gleichgewichtskonzept der Fix-Preis-Rationierungstheorie kontrastiert. Daran schließt sich die Analyse der Neuen Außenhandelstheorie unter expliziter Berücksichtigung unfreiwilliger Arbeitslosigkeit in den unterschiedlichen Erscheinungsformen der Effizienzlohntheorie an.

Neben dieser Neubewertung unterschiedlicher allgemeiner Gleichgewichtskonzepte im Spannungsfeld der Erklärung unausgebeuteter Arbitragemöglichkeiten, insbesondere in der Form unfreiwilliger Arbeitslosigkeit und der Prämisse des rationalen Verhaltens aller Akteure, liefert diese Arbeit einen zweiten zentralen originären Beitrag: Mit Hilfe der Dualitätstheorie und unter Einbeziehung des Konzepts virtueller Preise und Mengen, wird ein allgemeines Gleichgewichtskonzept entwickelt, das in der Lage ist das Verhalten rational handelnder Akteure in einem ökonomischen Umfeld, in dem Preis- und Mengensignale von Bedeutung sind, zu untersuchen.

Dieses Konzept ermöglicht grundsätzlich die Analyse von Rückkoppelungsmechanismen in Form von Preis- und Mengensignalen zwischen einer beliebigen Anzahl von Güter- und Faktormärkten mit unterschiedlichen Markträumungskonstellationen. Damit ist eine methodische Grundlage für die allgemeine Gleichgewichtsanalyse von Güter- und Faktormarktverzerrungen unterschiedlichster Ursachen geschaffen. Darüber hinaus ermöglicht die Ableitung und Verwendung unbeschränkter virtueller Optimalwertfunktionen, sowohl komparativ-statische als auch globale Untersuchungen.

Abgerundet wird die Arbeit durch die Anwendung des neu entwickelten Gleichgewichtskonzepts auf zentrale Fragen der Klassischen und Neuen Außenhandelstheorie. So wird das Stolper-Samuelson Theorem auf unfreiwillige Arbeitslosigkeit erweitert. Die Auswirkungen einer Erhöhung eines exogen gegebenen Lohnsatzes auf die Beschäftigung und Wohlfahrt wird in verschiedenen Modellvarianten untersucht. Schließlich werden hinreichende und notwendige Bedingungen für eine Wohlfahrtserhöhung durch internationalen Handel unter Berücksichtigung von Mengenbeschränkungen auf Güter- und Faktormärkten abgeleitet.

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