Doktorarbeit: Diagnose mentaler Modelle

Diagnose mentaler Modelle

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 87

Hamburg , 314 Seiten

ISBN 978-3-8300-0571-1 (Print)
ISBN 978-3-339-00571-7 (eBook)

Zum Inhalt

In dieser Arbeit werden subjektive Kausalmodelle zum Phänomen der Inflation in einer Volkswirtschaft von 26 Schülern aus Freiburger Gymnasien untersucht. Es entsteht ein theoriegeleiteter Validierungsansatz, der formale und inhaltliche subjektive Komplexitätskriterien sowie Transferprobleme einbezieht.
Die Ergebnisse der empirischen Prüfung ermutigen dazu, den in dieser Arbeit eingeschlagenen Weg der Erhebung mentaler Modelle in komplexen, strukturentdeckendes Denken fördernden Untersuchungssituationen weiter zu verfolgen.

Der neuartige Test für Kausalmodelle erweist sich in Verbindung mit Formalen Begriffsanalysen, speziell für die kohärenzepistemisch analysierten Veränderungen mentaler Modelle, als valides Diagnoseinstrument. Die Analyse subjektiver Kausalmodelle mit Hilfe formaler Begriffsanalysen eröffnet neue Möglichkeiten weitgehend reduktionsfreier, vergleichender inhaltlicher Auswertungen. Beispielsweise erfolgen auf dieser Basis intra- und interindividuelle Gegenüberstellungen der in den mentalen Modellrepräsentationen enthaltenen Plausibilität und des Erklärungswertes.

Trotz identischer Lehrintervention zeichnen sich deutliche individuelle Unterschiede in den Lernprozessen ab. Tendenziell spielen Prekonzepte mentaler Modelle (bereichsspezifische Alltagstheorien) eine dominierende Rolle gegenüber allen anderen untersuchten kognitiven Variablen. Dieser Umstand wird durch das nachweisbare Komplementaritätsphänomen näher beschrieben.

Die zentralen Ergebnisse werden hinsichtlich ihrer Bedeutung für die künftige wissenschaftliche Forschungsarbeit zur Diagnostik mentaler Modelle diskutiert.

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