Dissertation: Entwicklung von Bilanzbonitätsklassifikatoren auf der Basis schweizerischer Jahresabschlüsse

Entwicklung von Bilanzbonitätsklassifikatoren auf der Basis schweizerischer Jahresabschlüsse

Schriften zum Betrieblichen Rechnungswesen und Controlling, Band 8

Hamburg 2000, 306 Seiten
ISBN 978-3-8300-0288-8 (Print)

Betriebswirtschaftslehre, Bilanzen, Bonität, Insolvenz, Jahresabschluss, Kreditwürdigkeit, künstliche neuronale Netzanalyse, Rechnungslegung, Schweizer Banken

Zum Inhalt

Die schweizerischen Banken erlitten zu Beginn der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts Kreditverluste in Milliardenhöhe. Zusätzlich zwangen gesunkene Margen im Kreditgeschäft die Banken, ihre Prozesse weitgehend zu verschlanken und zu standardisieren. Vor diesem Hintergrund verlangte die Kreditwürdigkeitsprüfung nach neuen Instrumenten, die auf der einen Seite drohende Kreditausfälle frühzeitig erkennen können und somit vermeidbar machen und auf der anderen Seite weitgehend standardisiert und mit geringen Kosten zu betreiben sind.

In dieser Arbeit werden Bilanzratings entwickelt, die die gestellten Anforderungen für eine moderne Kreditwürdigkeitsprüfung erfüllen. Auf der Grundlage von nahezu 70.000 Jahresabschlüssen solventer und insolventer Schweizer Unternehmen entwickelt der Verfasser mit Hilfe der Künstlichen Neuronalen Netzanalyse zwei Bilanzratings für große und für kleine Unternehmen. Diese Bilanzratings zeichnen sich nicht nur durch eine zuverlässige Frühwarnung von drei Jahren vor der Insolvenz eines Unternehmens aus, sondern auch durch die weitgehende Unempfindlichkeit gegenüber bilanzpolitischen Maßnahmen.

Der Verfasser gliedert seine Arbeit in fünf Kapitel. Nach der Einleitung erläutert er im zweiten Kapitel die Grundlagen der schweizerischen Rechnungslegung. Im dritten Kapitel wird die Entwicklung der beiden Bilanzratings mit Hilfe der Künstlichen Neuronalen Netzanalyse dargestellt. Die möglichen Einsparungen im Kreditprozess einer Bank, die sich durch die Früherkennung von Unternehmenskrisen ergeben können, werden anhand eines anschaulichen Beispiels im vierten Kapitel verdeutlicht. Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung und einem Ausblick auf die geplante Revision des Rechnungslegungsrechts in der Schweiz.

Die Arbeit beweist, wie weit die Entwicklung der Bilanzratings auf der Basis empirisch-statistischer Methoden fortgeschritten ist und welche Kostenreduzierungen eine Bank in ihrem Kreditprozess durch den Einsatz eines solchen Bilanzratings erzielen kann.



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