Forschungsarbeit: Theologie als Lebenshilfe: Therese von Lisieux und Therapeutisches Reiten

Theologie als Lebenshilfe: Therese von Lisieux und Therapeutisches Reiten

Korrelationen therapeutischer Lebenshilfe im Horizont christlichen Glaubens

Zum Inhalt

Die vorliegende Arbeit eröffnet Zugänge zu einem spezifischen therapeutischen Weg der Lebenshilfe. Das Vorgehen ist interdisziplinär theologischen und psychologischen Aspekten gewidmet.

Im ersten Teil wird die Relevanz des Pferdes in seinen vielfältigen theologischen Bezügen erörtert. Hier lassen sich interessante Gesichtspunkte der symbolischen Bedeutung des Pferdes sowohl in den biblischen Büchern als auch weiterführend in der christlichen Kunst in Erfahrung bringen. Ausführungen zur Thematik der Christlichen Wallfahrt zu Pferd schließen sich an und münden in der Darstellung des Pferdes aus der Perspektive zweier theologischer Disziplinen: Liturgie und Dogmatik.

Vor dem Hintergrund dieser theologischen Vorarbeit kommt es im zweiten Teil der Arbeit zu einer motivischen Annäherung an Therese von Lisieux (1873-1897) im Zeichen zweier „charakterisierender Reiterdarstellungen“. Eine einfühlsame Beschreibung des biografischen Werdens der 1997 zur Kirchenlehrerin proklamierten kontemplativen Frau folgt. Eine Revue anderer Art stellt dem Leser sodann die Charakteristika des Therapeutischen Reitens vor, das eine anerkannte Therapieform (nicht nur) der heutigen Zeit darstellt und auch in kirchlichen Einrichtungen als Angebot der Lebenshilfe zum Einsatz kommt.

Dieser interdisziplinäre Weg führt im dritten Teil auf der Basis psychoanalytischer und entwicklungspsychologischer Theorien zu einer Zusammenschau von korrelierenden Aspekten aus der lebensgeschichtlichen Reifungsentwicklung der heiligen Therese mit ihren Wendepunkten und Krisen auf der einen Seite und dem heilungsfördernden Angebot der Therapeutischen Reitens auf der anderen Seite. Die Kirchenlehrerin Therese von Lisieux, deren Fach die „Wissenschaft der Liebe“ ist, tritt dabei dem heutigen Menschen als unterstützende Solidaritätsfigur auf dem Weg der Orientierungssuche vor Augen, gerade wenn es um die Beziehung zum eigenen Selbst und den kommunikativen Umgang mit anderen Menschen geht. Das Pferd als „realer Beziehungspartner“ zeigt sich als wegweisender Helfer bei diesem Aufbruch vom Ich zum Du.

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