Doktorarbeit: Wettbewerbsvorteile durch Standardsoftware?

Wettbewerbsvorteile durch Standardsoftware?

Die Relevanz des Einsatzes betriebswirtschaftlicher Standardsoftware für die Unterstützung von Strategien

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 124

Hamburg , 336 Seiten

ISBN 978-3-8300-0277-2 (Print)

Zum Inhalt

Für die Unterstützung betriebswirtschaftlicher Aufgaben werden in zahlreichen Unternehmen integrierte Standardsoftware-Pakete eingesetzt. Die Ablösung bestehender Informationssysteme durch die Neueinführung solcher Software ist zumeist mit erheblichen organisatorischen Änderungen verbunden, da in der Regel eine Anpassung bestehender Arbeitsabläufe an vorgegebene Software-Funktionalitäten zu erfolgen hat. Nicht zuletzt aus diesem Grund können entsprechende Einführungsprojekte kritische Größenordnungen mit mehrjährigen Projektlaufzeiten und Ausgaben in mehrstelliger Millionenhöhe erreichen, zu deren Rechtfertigung dann häufig „strategische“ Gründe angeführt werden.

Es besteht jedoch ein offensichtlicher Widerspruch zwischen dem Wesen einer Standardsoftware, die auch für jeden Wettbewerber potentiell verfügbar ist, und der zentralen strategischen Zielsetzung, durch besondere Leistungsmerkmale eine signifikante Abgrenzung gegenüber der Konkurrenz zu erreichen. Der Autor greift diese Problematik auf, indem er untersucht, inwieweit der Einsatz von Standardsoftware tatsächlich „strategisch“ zu begründen ist und welche Optionen bestehen, den Standardsoftware-Einsatz im Sinne der Erreichung strategischer Zielsetzungen zu beeinflussen und dadurch ggf. Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz zu erzielen.

Für die Ermittlung des spezifischen Nutzens, der mit dem Einsatz einer Standardsoftware in Unternehmen verbunden ist, wird eine Methodik entwickelt, die auf bestehenden Verfahren zur Nutzenabschätzung von Informationssystemen aufbaut. Ausgehend von spezifischen Merkmalen einer Standardsoftware lassen sich damit unterschiedliche Nutzenpotentiale identifizieren, die nach erfolgter Software-Einführung realisiert werden können. Auf Basis des Ressourcenansatzes des strategischen Managements wird verdeutlicht, dass das richtige Zusammenspiel der vielschichtigen Einflussfaktoren im Laufe des Software-Lebenszyklus eine Differenzierung gegenüber Wettbewerben erlaubt, die eine strategische Begründung des Standardsoftware-Einsatzes rechtfertigen kann. Auf dieser Grundlage werden unterschiedliche Ansätze für eine strategiegerechte Gestaltung des Standardsoftware-Lebenszyklus aufgezeigt.

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