Doktorarbeit: Technik - ein Wirkfaktor im Kulturprozeß der Industriegesellschaft

Technik - ein Wirkfaktor im Kulturprozeß der Industriegesellschaft

SOCIALIA – Studienreihe soziologische Forschungsergebnisse, Band 41

Hamburg , 333 Seiten

ISBN 978-3-8300-0234-5 (Print)

Zum Inhalt

Der Verfasser, ein Senior des Jahrgangs 1922, war ein Leben lang mit der Technik konfrontiert. Dies hat ihn motiviert, Antworten auf tiefgründige Fragen über die Ursachen und Wirkungen der kulturellen Veränderungen in der Gesellschaft und die Daseinsbewältigung zu finden. Seine Untersuchungen gipfeln in der Erkenntnis einer epochalen Bedeutung der Technik für den weltweiten Kulturprozess. Im Geschehen der Zeit ist die Situation des gesellschaftlichen Daseins von zwei Entwicklungslinien gekennzeichnet, einer rasant fortschreitenden Technik und einem Zerfall der abendländischen Kultur. Diesen permanenten Erosionsprozess der Kultur zu analysieren und zu erhellen ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit.

Die Technik, die der Fähigkeit und Geschicklichkeit des Menschen zum Überleben gegeben ist, führte über Epochen vom „homo sapiens“ zum „homo faber“ bis zum heutigen „homo technicus“. Zur praktischen Anwendung im Handwerk und in der Industrie gebracht wurde dies unter Ausnutzung der Naturgesetze durch technische Errungenschaften, die zur Gestaltung des menschlichen Daseins und zu den kulturellen Lebensweisen beitrugen. Die revolutionierenden Entdeckungen, Erfindungen und technischen Verfahren mit ihren tiefgreifenden Wirkungen und Einflüssen auf das Verhalten der Menschen haben Prozesse des gesellschaftlichen Lebens ausgelöst, die im Rahmen der epochalen Ereignisse zu grundsätzlichen Veränderungen der Denkweise und der Gestaltung der Gesellschaft im sozialen und kulturellen Lebensbereich geführt haben.

Der von Gott geschaffene Mensch als Krönung der Schöpfung mit seinen Fähigkeiten steht seiner Bestimmung nach in der Verantwortung, wenn er die von Gott gegebenen Naturgesetze zur Anwendung technischer Verfahrensweisen in Anspruch nimmt und nicht glauben darf, die Technik als Macht zur Selbstermächtigung nutzen zu sollen. Dann wird die Religion an den Rand des Alltags gedrängt, und der Glaube wird in Frage gestellt.

Wenn die Technik in der Wechselwirkung mit der Ökonomie als Bedarfsträger Entwicklungsströmungen erzeugt und Auswirkungen auf die nutzanbringenden Einflüsse der sozialgesellschaftlichen Strukturen ausübt, so bleibt festzuhalten, dass die Religion als Träger der Kultur gesehen und die Technik zur Darstellung der bewirkenden Veränderung im Kulturbereich herangezogen werden muss. Hierbei kann davon ausgegangen werden, dass der Mensch in seinen sozialen Schichten nur Bestand haben kann, wenn die Religion als verbindendes Element in die Technikgestaltung Eingang findet und die Technik in Verbindung mit der Marktwirtschaft in einer repräsentativen Demokratie Anerkennung erhält.

Die langjährigen Lebens- und Berufserfahrungen des Verfassers als Ingenieur fließen unter dem Aspekt der Soziologie als Erkenntnis- und Humanwissenschaft in die Studie ein. Dabei steht die Arbeit in Einklang mit der Naturwissenschaft der „Einfachheit“ - hier sei hingewiesen auf Albert Einstein, der mit seiner berühmten, das Weltbild verändernden Formel Energie = Masse x Geschwindigkeit die Rätsel der Schöpfung mit einfachen Lösungen aufgedeckt hat. Die Lebenserfahrung hat gelehrt, bei Unsicherheit der Erkenntnis Zuflucht bei der unmittelbaren Erfahrung zu suchen, die den Kontakt mit den wesentlichen Dingen des Lebens auslöst und hilft, die Ursachen der Technik als Wirkfaktor im Kulturprozess zu ergründen.

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