Dissertation: Maschinelle Analyse deutscher Präfixverben mit PROLOG unter morphosemantischem Aspekt

Maschinelle Analyse deutscher Präfixverben mit PROLOG unter morphosemantischem Aspekt

PHILOLOGIA – Sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 36

Hamburg 1999, 160 Seiten
ISBN 978-3-8300-0030-3 (Print)

Computerlinguistik, Doppelpräfix, linguistische Datenverarbeitung, Morphosemantik, Präfixbildung, Präfixverben, semantische Repräsentation, Sprachwissenschaft, Verbalpräfix

Zum Inhalt

Untersuchungsgegenstand der Arbeit ist eine vorgegebene Menge deutscher Präfixverben. Die Bedeutung einer Wortbildungskonstruktion ist - außer bei idiomatisierten Wortbildungen - aus jeder Bedeutung bzw. Funktion ihrer semantischen Bestandteile rekonstruierbar. In diesem Sinne ist eine Wortbildungsbedeutung „durchsichtbar“ und „motiviert“. Das Ziel der Arbeit ist, durchsichtbare bzw. motivierte Bedeutungen von im Lexikon nicht enthaltenen Präfixverben maschinell zu erschließen, ohne sie jeweils ins Lexikon einzutragen.

Zur maschinellen Erschließung werden Präfixverben aufgrund des ‘longest-matching‘ Verfahrens in semantische Bestandteile, d.h. Präfixe und Basisverben, automatisch segmentiert. Mittels der Lexika von Segmenten, d.h. eines Präfix- bzw. Simplexverblexikons, und aufgrund von Präfixbildungsregularitäten werden die Bedeutungen der Präfixverben in einer Funktor-Argument-Struktur automatisch repräsentiert. Darüber hinaus werden syntaktische und semantische Änderungen von Präfixverben durch Präfigierung ermittelt.

Das automatische morphosemantische Analyseverfahren der Präfixverben in der Arbeit wird mit der Programmiersprache PROLOG implementiert. Die Lexika, die in die jeweiligen Verfahren eines Präfixverbs im Analysesystem integriert werden, werden mittels der Vererbungstechnik redundanzfrei aufgebaut.



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