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Haftung für Kundenbewertungen im deutschen und niederländischen Recht

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Recht der Neuen Medien, Band 83

Hamburg , 340 Seiten

ISBN 978-3-339-13704-3 (Print)

ISBN 978-3-339-13705-0 (eBook)

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Kundenbewertungen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und begegnen uns in nahezu jeder denkbaren Lebenssituation: Wer einen neuen Zahnarzt oder Orthopäden sucht, findet diesen auf Ärztebewertungsplattformen; wer in eine unbekannte Stadt reist, kann sich mit seinem Smartphone schnell über die beliebtesten Restaurants oder Übernachtungsmöglichkeiten informieren. Die Liste der Beispiele ließe sich an dieser Stelle wohl endlos fortführen.

Der Grund für die stetig wachsende Bedeutung von Online-Bewertungen liegt in ihrer informationsvermittelnden und vertrauensbildenden Funktion. Aber Kundenbewertungen können Ihre vertrauensbildenden Funktion nur dann gerecht werden, wenn sie tatsächlich auf realen Erfahrungen beruhen und von vertrauenswürdigen Quellen stammen. Dies ist jedoch häufig nicht der Fall. Kundenbewertungen bieten starke Anreize für Manipulationen aus wirtschaftlichen Gründen (um den eigenen Umsatz zu stärken oder einen Konkurrenten zu schwächen). Ebenso bieten Bewertungen aufgrund der Anonymität im Internet einen fruchtbaren Boden für Persönlichkeitsverletzungen. Aufgrund dieser Anreize für Rechtsverletzungen sind Kundenbewertungen immer wieder Gegenstand rechtlicher Auseinandersetzungen.

Diese Studie beschäftigt sich mit den bestehenden rechtlichen Rahmenbedingungen für Online-Bewertungen und möglichen Lösungsansätzen für die vorgefundenen Interessenkonflikte. Anders als ein Großteil früherer Arbeiten legt diese Arbeit den Schwerpunkt nicht auf das Verhältnis zwischen dem Verfasser und dem Empfänger der Bewertungen, sondern setzt bei dem Plattformbetreiber als Intermediär an. Dabei verfolgt die Arbeit verschiedene Ansätze. Zum einen baut die Arbeit auf einen wirtschaftlichen Analyse zu den ökonomischen Anreizen auf Bewertungsportalen auf. Zum anderen liegt ein großer Schwerpunkt der Arbeit auf dem Vergleich der unterschiedlichen Lösungen, welche das deutsche und das niederländische Recht für die aufgezeigten Probleme bei Kundenbewertungen haben.

Dabei ist es dem Autor gelungen, in anschaulicher Weise materielle und systematische Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen und dem niederländischen Recht aufzuzeigen. Ein wesentlicher Verdienst dieser Studie ist daneben aber vor allem, dass die aktuelle Rechtspolitische Diskussion zur Thematik der behördlichen Rechtsdurchsetzung aufgegriffen wurde und die grundlegenden Stärken und Schwächen der behördlichen Rechtsdurchsetzung, welche in den Niederlanden eine starke Rolle spielt, am Beispiel von Kundenbewertungen aufzuzeigen.

Ihr Werk im Verlag Dr. Kovač

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