Coverabbildung: Forschungsarbeit, „„Glaube, Liebe, Hoffnung“ – Wertebildung: religiös-moralisch oder religionskundlich?“ von Joachim Schulze-Bergmann

Joachim Schulze-Bergmann „Glaube, Liebe, Hoffnung“ – Wertebildung: religiös-moralisch oder religionskundlich?

Literaturdidaktische Optionen fachübergreifenden Unterrichts im Entwicklungsaspekt (Primarstufe bis Sekundarstufe II)

Hamburg 2024, 202 Seiten

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Zum Inhalt

‚Glaube, Liebe, Hoffnung‘ dieser Spruch aus dem Korinther-Brief soll Trost spenden. Trost in existentiellen Bedrohungen, bei Krankheit und Sterben. Noch wird in fast allen Bundesländern Religionsunterricht an der Schule erteilt. Aber unter den Bedingungen von kultureller Vielfalt, religiöser Diversität und technischer Entwicklung erodiert sowohl der Auftrag als auch die Wirkung des Faches Religion. Es befindet sich in einer Legitimationskrise. Der Text plädiert deshalb für die generelle Einführung der Religionskunde.

Der Literaturunterricht als Teil des Deutschunterrichts befindet sich in einer vergleichbaren Krise. Das deutschnationale Selbstverständnis, das auch über den literarischen Kanon vermittelt wurde, zählt nicht mehr. Eltern und Heranwachsende fordern von dem Fach die Entwicklung anderer Kompetenzen. Und dennoch: Die jugendlichen Lesenden rezipieren literarische Narrative immer noch genussvoll. Die ethischen Werte, nach denen die literarischen Figuren handeln, provozieren ihre Zustimmung oder Ablehnung. Sie sprechen Glauben, Liebe und Hoffnung an oder enttäuschen die Erwartungen ihrer Leserschaft. An diesem Punkt treffen sich religiöse mit moralischen Orientierungen und ihren Begründungen.

Der literarische Unterricht kann mit Hilfe einer alters- und entwicklungsangemessen Textauswahl seinen Einfluss auf normative Einstellungen beisteuern. Seine Wirkung liegt in der Klärung individueller Positionen gegenüber den normativen Aussagen des Textes. Diese unterrichtlichen Erfahrungen können zur Grundlage einer biografischen Narration werden. Denn das ist das Medium, in dem Glaube, Liebe und Hoffnung eine individuelle begriffliche und emotionale Verankerung erhalten.

Bibliografische Daten

Autor Joachim Schulze-Bergmann
Titel „Glaube, Liebe, Hoffnung“ – Wertebildung: religiös-moralisch oder religionskundlich?
Untertitel Literaturdidaktische Optionen fachübergreifenden Unterrichts im Entwicklungsaspekt (Primarstufe bis Sekundarstufe II)
Seiten 202
Erscheinungsjahr 2024
Ort Hamburg
ISBN (Print) 978-3-339-13676-3
eISBN (eBook) 978-3-339-13677-0
Schriftenreihe Didaktik in Forschung und Praxis
Band 120

Über Joachim Schulze-Bergmann

Dr. Joachim Schulze-Bergmann (geb. 1947 in Hamburg) studierte Deutsch, Englisch und Pädagogik und war viele Jahre in der Lehrerausbildung und Bildungsforschung tätig. Nach seiner Promotion an der Universität Hamburg zum Thema „Der literarische Kanon und die Passung von Leser und Text“ (1997) lehrte er dort bis 2002 sowie später an der Universität Paderborn (2006–2013) im Bereich Literaturdidaktik.

Neben seiner langjährigen Tätigkeit im Schuldienst wirkte er als Fachreferent für Sozial- und Rechtserziehung in der Hamburger Schulbehörde (1997–2002) und als wissenschaftlicher Referent am Landesinstitut für Schule in Soest (2003–2009), wo er die Einführung offener Ganztagsschulen in Nordrhein-Westfalen mitgestaltete.

Seine Forschungsinteressen umfassen die Geschichte des Literaturunterrichts, die entwicklungspsychologischen Grundlagen der Leser-Text-Passung sowie die Vermittlung sozialer Werte durch Kinder- und Jugendliteratur. Er ist Autor zahlreicher Fachpublikationen.

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