Forschungsarbeit: Die Ergründung der hybriden Entscheidungstheorie anhand der Prospect-Schule

Die Ergründung der hybriden Entscheidungstheorie anhand der Prospect-Schule

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 202

Hamburg , 102 Seiten

ISBN 978-3-339-13218-5 (Print)
ISBN 978-3-339-13219-2 (eBook)

Zum Inhalt deutsch english

Die meisten Entscheidungen im sozialen und wirtschaftlichen Kontext unterliegen nicht allein dem Ursache-Wirkungs-Prinzip nach dem Modell des „homo oeconomicus“, sondern auch weiteren bewussten und unbewussten Prozessen. Diese Prozesse können Ursachen wie die asymmetrische Verteilung von Interessen, Informationen und Risiken (Prinzipal-Agent-Theorie) bzw. kognitive Verzerrungen wie Ankereffekt, Verfügbarkeits- und Repräsentativitätsheuristik, Status-quo-Verzerrung, Dispositions¬effekt, Selbstüberschätzung, Täuschung, Priming u.a. haben (Prospect-Schule). Eine einzelne Handlung lässt sich daher nicht vorhersagen, vielmehr werden in den Wirtschaftswissenschaften bei wiederholter Beobachtung gewisse Gesetzmäßigkeiten festgestellt (Aufgabengebiet des Data Mining bzw. Business Intelligence, bspw. um die Affinität für bestimmte Produkte, Reiseziele usw. oder durch Ableitung des Verhaltens anderer Konsumenten desselben Clusters / Zielgruppe herauszufinden).

Ziel dieser Arbeit ist es, eine Kausalität zwischen Entscheidungsanomalien und kognitiven Verzerrungen sowie sozialen Einflüssen festzustellen. Auch Optimierungen der sozialen und Konsumentscheidungen im Sinne der präskriptiven Entscheidungstheorie, als Hybridlösung unter Berücksichtigung individueller Bedürfnisse werden erforscht. Die Beantwortung der zentralen Forschungsfrage: „Wie beeinflussen kognitive Verzerrungen Entscheidungen des Konsums und sozialen Verhaltens?“ führte durch Anwendung induktiver Methodik zur Aufstellung folgender These: Entscheidungen unterliegen in der Regel sowohl rationalen als auch irrationalen Gründen, eine definitive Entscheidung trifft man dann, wenn man damit zufrieden ist („bounded rationality“). Es wird sowohl theoretisch als auch empirisch unter Beweis gestellt, dass unsere Entscheidungen sowie unser generelles Verhalten sehr individuell und vielfältig sind. Als Folge können keine allgemeinen präskriptiven oder deskriptiven Theorien für bestimmte sozialen, ethnischen oder auf der sexuellen Orientierung, affektiven oder kognitiven Ausprägung basierten Gruppierungen angewandt werden.

Anwendung findet die hybride Entscheidungstheorie sowohl im Bereich der Behavioral Economics wie Unternehmensführung, Budgetierung, Projektplanung, Bedarfsermittlung, Kundenevaluierung und -ansprache als auch im sozialen Bereich, in dem Verfügbarkeits- und Repräsentativitätsheuristiken im Sinne eines vorurteilfreies und gerechtes Miteinander möglichst vermieden werden sollen.

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