Dissertation: Konzept zur Aneignung metakognitiver Lernstrategien bei Additionsaufgaben für Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung

Konzept zur Aneignung metakognitiver Lernstrategien bei Additionsaufgaben für Schülerinnen und Schüler mit geistiger Behinderung

Sonderpädagogik in Forschung und Praxis, Band 47

Hamburg 2020, 346 Seiten
ISBN 978-3-339-11990-2 (Print), ISBN 978-3-339-11991-9 (eBook)

Addition, Förderkonzept, Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, Geistige Behinderung, Kontrollierte Einzelfallstudie, Lernstrategien, Mathematik, Metakognition, Rechenstrategien, Sonderpädagogik

Zum Inhalt

Auch in der Pädagogik für Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen ist es unumstritten, dass mathematische Kompetenzen einen Beitrag zur Teilhabe an Alltags- und Bildungsprozessen leisten und damit Einfluss auf das Selbstwirksamkeitserleben nehmen. Etwa zwei Drittel der Gesamtschülerschaft im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung (FSgE) verfügen bereits zum Zeitpunkt des Schuleintritts über numerische Kompetenzen, und internationale Studien verweisen immer wieder auf (ungenutzte) Potentiale in der mathematischen Kompetenzentwicklung. Vor diesem Hintergrund verwundert die prekäre Forschungslage zum mathematischen Lernen; im deutschsprachigen Raum sind kaum evidenzbasierte Förderkonzepte zu verzeichnen. Das vorliegende Buch leistet einen Beitrag zur Behebung dieses Mangels, indem darin ein Förderkonzept zum Erwerb flexibler Additionskompetenz für Schülerinnen und Schülern mit geistiger Behinderung entwickelt und wissenschaftlich evaluiert wird. Aus der Synthese der (meta-)kognitiven Forschung zu den spezifischen Lernausgangsbedingungen sowie mathematikdidaktischer Standards und den Erfahrungen und Ideen der (Inklusions-)Praxis im FSgE entstand ein völlig neuer Förderansatz, der in der vorliegenden Studie im Rahmen Kontrollierter Einzelfallstudien empirisch evaluiert wurde. Die Ergebnisse zeigen, dass die Probanden vom metakognitiv gesteuerten Einsatz ausgewählter Rechenstrategien zur Bewältigung von Additionsaufgaben im Rahmen der Einzelförderung signifikant profitieren konnten. Verbunden mit einer umfangreichen Auswertung des internationalen Forschungsstandes zu (meta-)kognitiven Prozessen und mathematischer Lernentwicklung, vermittelt das vorliegende Förderkonzept Praxiswissen für den Mathematikunterricht im FSgE und Primarbereich und bietet zugleich vielversprechende Anknüpfungspunkte für die Übertragbarkeit auf andere Lernbereiche.



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