Doktorarbeit: Zur Akzeptanz von Ballspielen bei Schülerinnen und jungen Frauen

Zur Akzeptanz von Ballspielen bei Schülerinnen und jungen Frauen

Ein Beitrag zur Ermittlung beeinflussender Faktoren im Kontext des Sportunterrichts

Schriften zur Sportwissenschaft, Band 14

Hamburg , 544 Seiten

ISBN 978-3-86064-761-5 (Print)

Zum Inhalt

Jungen spielen Ball, Mädchen tanzen. Ein Vorurteil? Immer mehr Mädchen und junge Frauen bekunden Interesse an Ballspielen, und auch die Zahl der aktiven Spielerinnen steigt. Dennoch: Viele Sportlehrerinnen und -lehrer, aber auch Trainer und Übungsleiter dürften den Eindruck teilen, dass es nach wie vor schwierig sein kann, Mädchen für Ballspiele zu begeistern. Ein Ball mag für männliche Jugendliche schon ein ausreichender Impuls für ein Spiel sein, bei Mädchen bedarf es häufig etwas gewiefterer pädagogischer Interventionen, um sie zum Ballspielen zu motivieren. Kann man bei Mädchen spezielle Interessen, Einstellungen oder gar tieferliegende Motive finden, die diese Zurückhaltung erklären? Und lassen sich daraus Überlegungen für die Praxis ableiten?

In der Untersuchung wird auf vorgefasste Hypothesen verzichtet; statt dessen kommen die wahren Experten selbst zu Worte: Mit fast 100 Schülerinnen und Studentinnen hat der Autor Gespräche über das Thema Ballspiele geführt. Daraus wurden gezielte Frage-Leitfäden entwickelt, um dann in Interviews interessante Gedanken aufgreifen und vertiefend untersuchen zu können. Die Forschungsarbeit basiert auf mehr als 50 solcher Gespräche und Interviews, die in einer sehr eingehenden und um methodologische Strenge bemühten Analyse ausgewertet werden.

Dabei wird eine Vielzahl von Gesichtspunkten erkennbar, die die Akzeptanz von Ballspielen bei Mädchen beeinflussen können. Diese Aspekte gewichtet und strukturiert der Autor nach einem nachvollziehbaren Schema hinsichtlich ihrer Bedeutsamkeit und Eindeutigkeit. So gelingt eine für den Leser überschaubare und handhabbare Darstellung der komplexen Ergebnisse. Ganz eindeutig stellt sich dabei eine zentrale Forderung heraus: Mädchen wünschen sich von Ballspielen vor allem eins - sie müssen Spaß machen. Jedoch, so eindeutig dieses Ergebnis auch ist, wann machen Ballspiele Spaß? Die Beantwortung dieser Frage bildet den Schwerpunkt des Buches. Der Autor präsentiert zahlreiche Erkenntnisse, deren wichtigste Aspekte in dem von ihm entwickelten „AGFA-Modell“ zusammengefasst werden. Aus diesem Modell lassen sich empirisch abgesicherte Hinweise für die Auswahl und für die Vermittlung von Ballspielen ableiten.

Was also ist zu tun, wenn man Ballspiele für Mädchen attraktiver machen will? Bei der Vermittlung von Ballspielen sollten neben oder sogar vor den klassischen didaktischen Anliegen der Verbesserung der technischen und taktischen Fertigkeiten einige andere wichtige Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Welche vor allem wichtig sind, wird in dem Buch beschrieben. Für die Auswahl der Spiele gilt: Die traditionellen Ballspiele des Schulsports sind keineswegs völlig ungeeignet, man sollte es jedoch unbedingt auch einmal mit anderen Inhalten versuchen. Hierfür werden empirisch begründete und möglicherweise auch überraschende Vorschläge gemacht.

Der Autor ist selbst Sportlehrer. Er hat sich mit der Vermittlung von Ballspielen im Schul- und Vereinssport und in der Lehreraus- und -fortbildung beschäftigt. Dabei liegt sein Arbeitsschwerpunkt auf der Entdeckung von Ballspielen, die bei uns weniger bekannt sind, sowie auf der Entwicklung und Erprobung neuer Ballspielideen.

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