: Eine Psychologie des Sprechens und der Sprache

Eine Psychologie des Sprechens und der Sprache

Festschrift zum 65. Geburtstag Herrn Prof. Albert Spitznagel

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 15

Hamburg , 142 Seiten

ISBN 978-3-86064-533-8 (Print)

Zum Inhalt

Die Festschrift vereint die Beiträge von acht SchülerInnen und wichtigen Bezugspersonen von Albert Spitznagel, die anlässlich dessen 65. Geburtstages auf einem wissenschaftlichen Kolloquium auf Schloss Rauschholzhausen präsentiert wurden. Die sechs Kapitel des ersten Teils behandeln verschiedene wissenschaftliche Themen, denen ein Bezug zur Psychologie der Sprache und Sprechen gemeinsam ist.

R. Leichner stellt Überlegungen zur klinischen Urteilsbildung an. Er geht dabei auf die Bedeutung von emotionalen und sprachlichen Faktoren für diagnostische Urteile ein. Die wenigsten Menschen gehen logisch vor, wenn sie einfache Denkaufgaben lösen. Anhand von empirischen Befunden zeigt K. Fiedler, dass kleine sprachliche Hinweisreize genügen, um die Schlussfolgerungen in die eine oder andere Richtung zu lenken. Die Sprache spielt auch eine wesentliche Rolle bei der Mitteilung und Strukturierung von Gefühlen. L. Schmidt-Atzert berichtet über eine kulturvergleichende Untersuchung, die zeigt, dass Koreaner Emotionsbegriffe verwenden, für die es in der deutschen Sprache kein Äquivalent gibt.

Ein anderer privater Bereich, der anderen Menschen mittels Sprache zugänglich gemacht werden kann, ist das Erleben und die Bewertung des eigenen Körpers. Mit der (sprachlichen) „Selbstenthüllung“ des körperlichen Bereichs durch Jugendliche befasst sich I. Seiffge-Krenke. Ausführlich geht sie dabei auf die Beziehung zwischen Vater und Tochter ein. Das Thema „logisches Denken“ wird erneut von H. Rubeling aufgegriffen. Er verwendet die verbalen Erklärungen von studentischen Versuchspersonen für Wahrnehmungsphänomene sowie (nicht als solche kenntlich gemachte) Zauberkunststücke, um rationale und irrationale Gedanken aufzudecken. „Kein Fest ohne Narren“ ist der Beitrag von R. Haubl überschrieben. Aus einer ethnopsychoanalytischen Perspektive befasst sich der Autor mit der Rolle des Narren in vergangener (und heutiger?) Zeit.

Der zweite, kürzere Teil hat biographischen Charakter. H. Hartmann beginnt mit seinen Erinnerungen an die „Freiburger Zeit“ als A. Spitznagel Tutor und später wissenschaftlicher Assistent bei R. Heiß war. Eine kleine Episode steuert H. Rubeling als ehemaliger Gießener Student bei. Zum Abschluss findet H. Bauer treffende Worte, um die vielen Seiten des Menschen A. Spitznagel zu beleuchten.

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